„Schach macht viel Spaß“ (Interview und Bericht 3. Mannschaft)

Im Gespräch mit Marlon Luca Maenz

Mit 18 Jahren bereits Stammspieler der 3. Mannschaft, sowie in unseren Jugendmannschaften, regelmäßig beim Jugendtraining aktiv und zusätzlich Schiedsrichter im Handball. Marlon Luca Maenz zeigt, wie vielseitig Vereinsleben sein kann. Seit 2020 spielt er für die SG Ennepe-Ruhr-Süd und ist für viele Kinder und Jugendliche ein echtes Vorbild. Im Interview spricht er über seinen Weg zum Schach, seine Ziele und warum man nie den Spaß daran verlieren sollte. Übrigens den Spaß am Schach hatte die 3. Mannschaft, in der Marlon spielt, am 1.2.2026 auch nicht verloren, obwohl sie eine erneute Niederlage einsteckte. Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Wie bist Du zum Schach gekommen und was fasziniert Dich am meisten an diesem Spiel?

Hallo zusammen, ich bin Marlon 18 Jahre alt und seit 2020 im Schachverein. Ich habe im Kindergarten das Schachspielen nahegelegt bekommen und war damals sehr interessiert. Mein Opa konnte Schach spielen, so hat er es mir richtig beigebracht und ich hatte Spaß daran. Ich machte immer mehr Fortschritte, bis ich aufgrund der Meinung meines Opas 2020 in einem Schachverein beitrat, der SG Ennepe Ruhr Süd.

Seit wann spielst Du für die Schachgemeinschaft Ennepe-Ruhr-Süd und wie würdest Du den Verein beschreiben?

Ich bin sehr stolz, dass ich diesen Verein gewählt habe und hab es nie bereut. Ich wurde gut aufgenommen, der Verein hat viele Trainings- und Spielmöglichkeiten angeboten, wo ich mich weiterentwickeln konnte. Zudem gab es immer wieder Turniere wo wir als Verein mit Trainern zusammen hinfuhren und somit Turniererfahrungen sammeln konnten.

Du spielst aktiv in Mannschaften mit – was macht Dir an den Wettkämpfen am meisten Freude?

Mittlerweile spiele ich meine 2. Saison als Stammspieler in der 3. Herren Mannschaft, wo wir in der Bezirksliga am Start sind. Besonders Spaß macht es mir, dass wir ein super Team sind uns alle unterstützen und es auch ernst nehmen. Zudem liebe ich das Schach spielen und es macht mir viel Spaß.

Wie bereitest Du Dich vor einem Turnier oder einer Mannschaftsrunde vor?

Um mich am besten vorzubereiten versuche ich vor allem alte Partien zu analysieren und bestimmte Eröffnungenmit der entsprechenden Farbe herauszuarbeiten.

Welche Tipps würdest Du Kindern und Jugendlichen geben, die gerade mit dem Schach spielen beginnen?

Ich bin oft bei Jugendtrainingsabende dabei und kenne eigentlich alle Jugendlichen und habe auch die Entwicklung viele Jugendlicher mitbekommen. Als Tipp für Jugendliche die neu anfangen wollen würde ich sagen: Kommt in den Verein, lernt die anderen kennen, sind auf jeden Fall viele in eurem Alter dabei und habt Spaß. Versucht viel mit den Heften zu lernen die ihr bekommt, denn sich mit Schach zu befassen macht super viel Spaß. Es ist ein so toller Sport, wo es einfach viele Möglichkeiten gibt, und ihr bekommt auch schnell die Möglichkeit mit vielen anderen im Verein zusammen Turniere in eurer Altersklasse austragen, was natürlich viel Spaß macht.

Neben Schach bist Du auch als Schiedsrichter im Handball aktiv. Wie bist Du dazu gekommen und was macht Dir daran Spaß?

In meiner Freizeit spiele ich nicht nur Schach, sondern auch Handball. Um mir ein bisschen Geld zu verdienen, hatte ich letztes Jahr meine Schiedsrichter Ausbildung im Handball gemacht. Am meisten Spaß macht mir daran, dass ich vor allem nur einer von sehr wenigen bin, die so etwas überhaupt machen und auch daran interessiert bin, dass viel Spielbetrieb stattfinden kann. Vor allem im Jugendbereich, wo ich als junger Schiedsrichter natürlich nur aktiv bin. Ebenfalls liebe ich es auch Verantwortung zu übernehmen, was mir auch für die Arbeit im Schachverein vielleicht in der Zukunft im Jugendbereich auch helfen könnte.

Wie gelingt es Dir, Schule, Schach, Schiedsrichtertätigkeit und Abitur unter einen Hut zu bringen?

Ich denke viele interessiert es wie ich es schaffe die 3 Sachen und mein Abitur unter einen Hut zu bringen. Ich sag aber mal so: Ich nehme mir die Zeit, denn man muss auch machen was einem Spaß macht und dann ist es einfach. Zudem mache ich die Sachen für die Schule einfach vorher oder danach. Somit bin ich auch viel unterwegs und sportlich gut dabei, was natürlich auch wichtig ist und liege nicht nur rum. Zudem finde ich, dass man auch mal eine Abwechslung zum Schulalltag braucht und das gibt mir einfach das Schach spielen im Verein. Man kommt schnell auf andere Gedanken und macht das was man liebt.

Könntest Du Dir vorstellen, auch Schiedsrichter im Schach zu werden?

Ich denke eine Ausbildung als Schachschiedsrichter kommt erstmal nicht in Frage, da ich eben schon viel zu tun habe. Zudem spiele ich lieber, aber wer weiß was die Zukunft bringen mag.

Welche sportlichen oder schachlichen Ziele hast Du für die nächsten Jahre?

Mein Ziel für die nächsten Jahre im Schach ist es: Ich will mich weiterentwickeln und mich verbessern und vielleicht auch den Schritt in die 2. Mannschaft schaffen, wo ich in dieser Saison auch schon 2-mal gespielt habe.

Was bedeutet es für Dich, ein Vorbild für andere Jugendliche im Verein zu sein?

Zudem freut es mich immer sehr, wenn ich mittwochs oder freitags zum Jugendtraining in den Verein komme und die Kinder freuen sich, dass ich da bin. So etwas macht einen sehr glücklich und man freut sich, dass man den Kindern etwas geben kann. Ich bin eben auch gerne ein Vorbild für die Kinder, weil ich eben auch diesen Schritt im Verein gemacht habe und so ihnen zeigen kann wie sie sich weiterentwickeln können. Ich habe auch bei vielen gesehen habe wie es funktionieren kann. Ich denke für die Kinder ist es auch wichtig jüngere Ansprechpartner zu haben, die ihre Situationen oder auch Anlässe verstehen, wo ich denke das es wichtig ist, dass sie nie den Spaß verlieren.

Welchen Rat würdest Du Deinem jüngeren „Schach-Ich“ geben?

Welchen Tipp ich meinem jüngeren „Schach Ich“ geben würde, wäre denke ich, dass ich früher Schach etwas ernster hätte nehmen sollen, meine Partien analysieren und immer an den Trainings intensiv teilnehmen und mehr Turniere mitspielen sollen. Aber den Weg, wie ich in eingeschlagen habe ist auch nicht schlimm. Klar etwas später aber es ist nie zu spät.

Danke, Marlon!

Vielen Dank für Deine offenen Antworten und Dein großes Engagement im Verein. Du zeigst eindrucksvoll, wie viel Freude, Gemeinschaft und Verantwortung Schach bieten kann – und bist damit ein echtes Vorbild für unseren Nachwuchs. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg am Brett, im Sport und für Dein Abitur!

Die Freude am Schach hat die 3. Mannschaft, am 1.2.26 trotz einer erneuten Niederlage im 6. Spiel der Bezirksliga, ein Heimspiel, gegen SV Güningfeld 3. Mannschaft, nicht verloren. Dietmar, Marlon, Jesko, Michael konnten keine Punkte gewinnen. Vereins- und Mannschaftsneuling Guido Breuer konnte an Brett 6 sein Spiel gewinnen. Der Gegner verteidigte sich Königsindisch, kam aber mit der sehr flexiblen Spielweise von Guido nicht zurecht. Ein gelungener Einstieg von Guido ins Mannschaftsschach, Eine herzliche Gratulation und ein „weiter so“ von uns dazu.

Den zweiten Punkt für die Mannschaft holte Gerfried, der mit einer Taktik im späten Mittelspiel die gegnerische Dame eroberte. Der Gegner gab sofort auf.

So verloren wir 2 : 4

Der vorletzte Tabellenplatz ist das Ergebnis. Da noch drei Begegnungen anstehen, gibt es natürlich noch Chancen die Tabelle für uns etwas besser zu gestalten. Das nächste Spiel ist in Bochum Linden gegen die dortige 2. Mannschaft am 1.3.2026.