Jugendverbandsklassenteam hat saure Zitrone vor Augen!

Wer die meisten Remis in einem Schachturnier erzielt, wird gelegentlich mit dem Biss in eine saure Zitrone „belohnt“. Danach sieht es derzeit für unser Jugendverbandsklassenteam aus. Nach den beiden vorherigen Unentschieden gegen Mülheim III und Steele/Kray endete auch die Begegnung gegen Katernberg II mit einem 2:2. Mit diesem Ergebnis konnte das Team letztendlich zufrieden sein, sah es doch zwischenzeitlich gegen die sehr junge gegnerische Truppe sogar nach einer Niederlage aus.  

Marlon verpasste es in der Eröffnung, ein starkes Bauernzentrum zu bilden, sodass beide Seite ihre Chancen bekamen. Nachdem sich beide Spieler am Königsflügel eine Bauernschwäche eingehandelt hatten, entschied sich Schwarz dazu, seinen König am Damenflügel in Sicherheit zu bringen. Bevor Marlon sich zu diesem Schritt entschließen konnte, öffnete er das Zentrum und brachte damit seinen eigenen Monarchen in höchste Gefahr. Dies nutzte sein Gegenspieler mit einem Springermanöver entscheidend aus.

Tristan präsentierte einmal mehr die Caro-Kann-Verteidigung. Nachdem sein Gegner bei schneller Entwicklung seinen Königsflügel mittels der langen Rochade zum Damenflügel befördert hatte, startete Tristan bei geschlossenem Zentrum dort unmittelbar einen Angriff. Dieser verlief erfolgreich, da sich die weiße Dame ins Abseits manövriert hatte. Bauerngewinn und Eroberung der Qualität veranlassten seinen Kontrahenten zur Aufgabe.

Eine weitgehend ausgeglichene Partie entwickelte sich an Brett 4, wo Yves erstmals für das Verbandsklassenteam zum Einsatz kam. Zwar eroberte sein Gegner im Mittelspiel einen Bauern, den Yves jedoch zunächst am weiteren Vorgehen hindern konnte. Stattdessen versuchte er selbst am Damenflügel aktiv zu werden. Im Laufe der Partie gelang es dem weißen e-Bauern jedoch, sich bis zur Grundreihe vorzuarbeiten. Obwohl Yves materiellen Gleichstand erzielen konnte, lenkte sein Gegenspieler in ein gewonnenes Bauernendspiel ein.

Nach gelungener Eröffnung stand Zino im Mittelspiel mit prächtig postierten Figuren klar besser. Bei mehreren attraktiven Fortsetzungen entschied er sich für eine zweifelhafte Kombination, bei der er einen Springer für einen Bauern hergab. Die Rückeroberung der Figur funktionierte jedoch nicht, wie der anschließend erzwungene Damentausch belegte. Die weißen Hoffnungen ruhten lediglich auf seinem zentralen Freibauern. Tatsächlich schien der Katernberger Spieler hiervon zu stark beeindruckt, sodass er die zuvor eroberte Figur wieder zurückgab. Mit einem weiteren Trick gelang es Zino am Spitzenbrett die Partie noch zu drehen.

Bereits Anfang Januar steht die nächste Begegnung gegen Essen Werden III an.

Norbert