Auch im zweiten Saisonspiel in der Verbandsklasse gab es für unsere Jugendmannschaft ein 2:2. Gegen den Essener Club Rochade Steele/Kray sorgten Zino und Rudolfo an den Brettern 1 und 3 für den Teilerfolg.
Erst am Vorabend des Wettkampfes stand fest, wer für den verhinderten Marlon ins 4er-Team rücken sollte. Mit Leo saß schließlich unser jüngstes Vereinsmitglied an Brett 4 und brachte in seiner ersten Turnierpartie seinen Gegenspieler, der immerhin eine DWZ von mehr 1200 vorweisen konnte, gehörig ins Schwitzen. Nachdem er zu Beginn des Mittelspiels vorübergehend einen Bauern erobert hatte, verpasste es Leo, seinen Turm auf die gegnerische 7. Reihe zu schicken. Erst im Endspiel, in dem beiden Spieler noch über einen Turm, einen Läufer und die gleiche Bauernanzahl verfügten, übersah er eine Taktik, die zum Qualitätsverlust führte und seine Niederlage einleitete. Bis dahin hatte er ein Superleistung abgeliefert.
Den Zähler zum 1:1 konnte Zino verbuchen, dessen Kontrahent mit der französischen Verteidigung seine Schwierigkeiten hatte. Nach dem Damentausch eroberte er am Spitzenbrett eine Figur und wenig später zusätzlich eine Qualität. Damit war die Partie praktisch entschieden. Zino bereitete dem Spiel ein Ende, indem er seinen Bauern zur Dame umwandelte. Das Matt ließ dann nicht mehr lange auf sich warten.
Rudolfos Gegner, ebenfalls mit mehr als 1200 DWZ-Punkten ausgestattet, hatte das scharfe Evans-Gambit gewählt. Tatsächlich erhielt er für den geopferten b-Bauern im Zentrum und am Königsflügel einen gefährlichen Angriff. Mit Glück und Geschick konnte Rudolfo diesen abwehren und in ein gewonnenes Endspiel einlenken, in dem er seinen b- und c- Bauern unaufhaltsam in Bewegung setzte. Bevor diese die Grundreihe erreichten, wurde Rudolfo jedoch auf eine harte Geduldsprobe gestellt, da sein Gegenspieler etwa eine Stunde lang keinen Zug mehr ausführte. Angesichts der nicht mehr zu verhindernden Niederlage beobachtete er stattdessen den Partieverlauf am Nachbarbrett, wo sein Mannschaftskamerad versuchte, einen leichten Vorteil zu verwerten. In schwieriger Mittelspielstellung hatte Tristan am 2. Brett das beste herausgeholt und in ein Endspiel abgewickelt, in dem sein Gegenspieler lediglich einen materiellen Vorteil in Gestalt eines Doppelbauern besaß. Möglicherweise wäre diese Partie im Remishafen gelandet, hätte Tristans Monarch sich Richtung Damenflügel orientiert. Seine Aktivitäten auf der anderen Brettseite leiteten schließlich den Partieverlust ein. Zeitgleich mit Tristan entschied sich auch der Gästespieler an Brett 3 zur Aufgabe, sodass Rudolfo seinen ersten Sieg in der Verbandsjugendklasse feiern durfte.
Kurz vor Weihnachten geht es für das Jugendquartett zur 2. Mannschaft von Essen-Katernberg.
Norbert