Sieg gegen SV Hattingen 2. Mannschaft
Interview mit Michael Krake.
Dritter Spieltag am 2.11.25 :
Brett 1 Gerfried Scholz
Brett 2 Marlon Maenz
Brett 3 Gereon Kalkuhl
Brett 4 Jesko Schmerse
Brett 5 Robert Flockenhaus
Brett 6 Michael Krake

Der erste Punkt wurde geschenkt. Brett 6 ließen die Gegner unbesetzt. Michael konnte nach 30 Minuten nach Hause gehen.
Die volle Punktzahl holten sich Jesko ( Gratulation zum erstem Sieg seit langem !)
Marlon ( wieder ein sehenswertes Endspiel ) und Robert (mit 33 Zügen fast ein Kurzsieg ) die ihre Partien sicher gewannen. Gerfried und Gereon verloren leider ihre Partien.
Unsere neue Interviewreihe zu den Spielern der 3. Mannschaft:
Interview mit Michael Krake :
Schach begleitet sein Leben !

Wie schon im letzten Bericht soll wieder ein Spieler vorgestellt werden:
Michael Krake: Er ist als Reservespieler für die 3. Mannschaft aufgestellt. Bereits in den 1970er-Jahren hat er seine Begeisterung für das Schachspiel entdeckt und ist seitdem unserem Sport bis heute treu geblieben ist. Im folgenden Interview erzählt er, wie alles begann, warum er eine lange Pause vom Vereinsschach einlegte und welche Zielevorsteelungen ihn heute antreiben.
Wie bist Du in Deiner Kindheit zum Schach gekommen – und was hat Dich über all die Jahrzehnte hinweg am königlichen Spiel gehalten?
„Schach habe ich in den Siebzigern von meinem Opa gelernt. Da mein Opa schnell gegen mich verloren hat, wollte er nicht mehr gegen mich spielen. Daher habe ich Weihnachten 1979 meinen ersten Schachcomputer Novag Chess Champion MK II geschenkt bekommen. Heute besitze ich eine kleine Sammlung von Schachcomputern.“
Gab es später auch eine Vereinszeit ? Wie verlief Dein Einstieg?
„In den Achtzigern bin ich in den damals existierenden Schachverein Gevelsberg-Ennepetal eingetreten.“
In den Neunzigern hast Du den Verein verlassen. Was war der Grund?
„In den Neunzigern wurde ich politisch aktiv und hatte keine Zeit mehr für das Schach im Verein und bin daher aus dem Verein ausgetreten. „
Gibt es Parallelen zwischen Politik und Schach?
„In der Politik sowie beim Schach muss man Strategien entwickeln.“
Gibt es Turniererlebnisse, an die Du besonders gerne zurückdenkst, auch wenn nicht jede Partie gewonnen wurde?
„1992 gab es eine Stadtmeisterschaft (Schach) einer Jugendorganisation in Gevelsberg, wo ich Stadtmeister in der Klasse der Hobbyspieler (war da schon aus dem Verein ausgetreten) wurde. An die letzte Partie erinnere ich mich gerne. Es gibt aber auch Spiele, wo ich verloren hatte, aber ich wusste, dass ich mein Bestes gegeben hatte und konnte hieraus lernen.“
Klassische Partien oder schnelle Bedenkzeiten – was liegt Dir mehr?
„Man wächst auch im Schach mit seinen Aufgaben. Wobei ich vermutlich mich nie mit Partien mit kurzer Bedenkzeit anfreunden werde.“
Was würdest Du Anfängern sagen, die Angst vor dem Verlieren haben oder glauben, „zu schlecht“ für das Schachspiel zu sein?
„Durch regelmäßiges Training wird man besser und mit der Zeit auch erfolgreicher. Deshalb sollte man sich nicht entmutigen lassen. Schach verbessert außerdem die Konzentration. Es ist auch sehr hilfreich, wenn ein stärkerer Spieler deine Partien mit dir bespricht und dir Tipps gibt.“
Wie verlief Deine Rückkehr ins Vereinsschach ? Wie fühlt sich das Spielen in einer Mannschaft für Dich an?
„2017 bin ich im Rahmen der Stadtmeisterschaft wieder dem Schachverein beigetreten. Aus der Politik hatte ich mich da schon zurückgezogen. In der Dritten Mannschaft zu spielen macht richtig Spaß, denn das Team ist einfach klasse! Der Druck, für die Mannschaft zu spielen, ist natürlich größer, weil es nicht nur um mich geht. Man gewinnt oder verliert für das Team.“
Welche schachlichen Ziele hast Du heute?
„Mein Ziel für die Zukunft ist es, meine Konzentration zu verbessern und ein besserer Spieler zu werden. Beth Harmon würde Dir empfehlen, Schach zu lernen und zu spielen.“
Vielen Dank für das Gespräch und die spannenden Einblicke in Deine Schachwelt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Leidenschaft, Ausdauer Du für Dein Hobby aufbringst. Und wer weiß – vielleicht inspiriert Dein Einsatz ja den einen oder anderen, selbst wieder die Figuren aus dem Schrank zu holen und sich möglicherweise noch stärker im Verein einzubringen. Den vorherigen Satz habe ich schon mal gesagt, er kann meiner Ansicht nach ruhig öfter gesagt werden!
Gerfried