Skip to main content

Herzlich Willkommen auf der Homepage der SG-EN-SÜD

Wir freuen uns über Ihren Besuch und stehen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Kommen Sie doch mal Mittwochs oder Freitags auf eine Schachpartie in unser Vereinsheim.

Spielbetrieb: Freitag 19:00-00:00 Uhr Jugendspielbetrieb: Mittwoch von 17:00-19:00 Uhr (Training) & Freitag: 17:00-19:00 Uhr

Ort: Umkleidehaus an der Rennbahn, Jesinghauser Str. 50 in 58332 Schwelm

Archiv

In Wattenscheid war etwas mehr drin!

Deutlicher als der Spielverlauf tatsächlich war, fiel das Ergebnis unserer 1. Mannschaft am 4. Spieltag der NRW – Liga aus. Bei der 2:6 – Niederlage in Wattenscheid war es leider keinem SG - Spieler vergönnt, einen vollen Punkt einzufahren. Die halben Zähler wurden an den Brettern 1,2,3, und 5 durch Stefan, André, Stefan und Achim eingefahren. Hierbei hatten Stefan I und II möglicherweise am ehesten Siegchancen.

Aber auch Eugen, Norbert und Martin standen zwischenzeitlich aussichtsreich. Insbesondere Martins Druck auf die Königsstellung von Fidemeister Timo Sträter sah sehr vielversprechend aus. Ein Figurenopfer, welches er zwar gesehen, aber noch nicht für erforderlich gehalten hatte, hätte wohl -wie die spätere Analyse zeigte- für Martin zu entscheidendem Vorteil geführt. Eugens Behandlung der Aljechin – Verteidigung war zunächst vorbildlich, sein Springereinschlag im Zentrum erfolgte jedoch an der falschen Stelle, so dass sich die Stellung zu Gunsten seines Kontrahenten drehte. Luis sah sich bereits aus der Eröffnung heraus in der Defensive und konnte die Niederlage ebenfalls nicht vermeiden.

Statt eines möglichen Punktgewinns setzte es für die SG somit die höchste Saisonniederlage. Was blieb, war die Erkenntnis, dass man die wenigen sich bietenden Chancen in einer Partie konsequenter nutzen muss.

Beim nächsten Heimspiel gegen Vlastimil Horts Team aus Oberhausen soll dies wenn möglich geschehen.

Chancen gegen Godesberg nicht genutzt!

Der Einstieg in die NRW – Liga hätte so schon sein können. Doch stattdessen gab es für die 1. Mannschaft eine überflüssige 3:5 – Niederlage gegen den Godesberger SK. In Bestbesetzung sollten am besten gleich zu Saisonbeginn Punkte gegen den Abstieg gesammelt werden. Und die Chancen waren allemal vorhanden!

Bereits in der Eröffnung hatte Martin seinen Gegner auf dem falschen Fuß erwischt. Mit einem stabilen Zentrum und der halboffenen h – Linie besaß er recht schnell positionellen Vorteil, den er im Laufe der Partie in einen materiellen umwandeln konnte. Bei 2 Mehrbauern mit einer Bewertung von mehr als +5 hatte auch Houdini bei der späteren Analyse zu diesem Zeitpunkt nichts zu meckern. Eine solch gute Stellungsbewertung konnte im Verlaufe des Wettkampfes außer André keiner von uns vorweisen. Nachdem er im Endspiel den gegnerischen Springer erobert hatte, machte sein Kontrahent noch ein paar verzweifelte Versuche, den Partieverlust abzuwenden, was aber misslang. Zu diesem Zeitpunkt hatte Achim nach einem Wechselbad der Gefühle als Erster seine Partie beendet. Leider ging der Punkt an den Godesberger Spieler, da Achim in aussichtsreicher Position seinen König im Stich ließ. Sein Kontrahent bedankte sich mit einem Schachmatt.

Bevor André den Ausgleich erzielen konnte, hatten sich Eugen und Stefan am Spitzenbrett jeweils auf ein Remis geeinigt. Die Hoffnungen, die Eugen auf sein Läuferpaar gesetzt hatte, konnte sein Gegner mit gutem Figurenspiel neutralisieren. Bei Stefan standen außer den Monarchen letztendlich nur noch Damenflügelbauern auf dem Brett. Da war für beide nicht mehr als ein halber Zähler drin. Auch Luis und Stefan am 3. Brett teilten sich mit ihren Gegnern die Punkte. In einem Bauernendspiel erwies sich Stefans Springer gegenüber dem Godesberger Läufer als ebenbürtig. Luis sah in seiner Partie kein rechtes Fortkommen und remisierte nach dreifacher Stellungswiederholung.

Beim Stand von 3:3 saßen noch Martin und Norbert an den Brettern. Martins Vorteil hatte sich mittlerweile fast verflüchtigt, nachdem er eine Figur ins Geschäft gesteckt hatte und seine Bauern das Rennen machen sollten. Da der Ausgang dieser Partie nun völlig offen war, lehnte Norbert ein Remisangebot in einem Turm-, Läufer- Bauernendspiel ab. Dass Martin sich doch noch geschlagen geben musste, hatte er nach seiner starken Leistung in der Eröffnung und im Mittelspiel zwar sicher nicht verdient. Aber wie so oft im Schach galt auch hier: Wer den letzten Fehler macht, verliert die Partie. Norberts Versuche, mehr aus der Stellung heraus zu holen, als in ihr steckte, waren inzwischen auch gescheitert. Nach dem Eindringen des gegnerischen Königs in sein Revier musste er aufgeben.

Das Positive an der an sich ärgerlichen Niederlage wurde aber sogleich gefunden: Auch im letzten Jahr gab es zum Auftakt zu Hause eine 3:5 – Niederlage. Was folgte, ist bekannt: 4 Auswärtssiege und 3 Unentschieden im Marienstift bedeuteten in der Abschlusstabelle den 2. Platz. Wenn das mal kein gutes Omen ist! Nach der Begegnung Ende Oktober beim BSC Wuppertal wissen wir mehr.

Presseartikel: Abenteuer 3. Liga startet am Sonntag im Marienstift!

Am nächsten Sonntag, 25.09.16 um 11.00 Uhr, beginnt für die SG EN – Süd die neue Schachsaison. Noch nie spielten die heimischen Denksportler in der 3. Liga. Nach dem überraschenden Aufstieg aus der NRW – Klasse, in der man eher als Abstiegskandidat gehandelt worden war, trifft die SG zum Auftakt in der Begegnungsstätte des Marienstiftes an der Friedrich – Ebert – Straße auf den Godesberger SK. Bei diesem Club spielten noch vor wenigen Jahren der ehemalige Weltranglistendritte, Dr. Robert Hübner, sowie der Fide – Weltmeister von 2004, Rustam Kasimdzhanov. Auch wenn die glorreichen Zeiten des Clubs vom Mittelrhein schon ein wenig zurück liegen und die Mannschaftsaufstellungen von einst nicht mit der von heute verglichen werden können, handelt es sich beim Godesberger SK nach wie vor um einen klangvollen Namen im deutschen Schachsport.

Tatenlos wollen IM Eugen Tripolsky und seine Mitstreiter aber weder dem Gast aus Godesberg noch den übrigen Mannschaften in der NRW Oberliga die Punkte in der neuen Saison überlassen, auch wenn die SG von der Papierform her als Abstiegskandidat Nr. 1 gilt. Nachdem Senior Hans Moors die SG zum Sommer Richtung Niederkassel verlassen hat, hat die Mannschaft folgendes Aussehen:

 

Brett 1: Stefan Lupor

Brett 2: André Lupor

Brett 3: Stefan Arndt

Brett 4: Eugen Tripolsky

Brett 5: Achim Heller

Brett 6: Luis Osswald

Brett 7: Norbert Bruchmann

Brett 8: Martin Schaefer

Ersatz: Udo Garweg

 

Das Abenteuer 3. Liga kann beginnen!

NRW – Ebene für nächste Saison ist gebucht!

Am 7. Spieltag stand zunächst das Heimspiel gegen das damalige Tabellenschlusslicht aus Neuenkirchen an. Warum auch diesmal kein Punktgewinn gegen die Münsterländer heraus sprang, konnte keiner so recht nachvollziehen. Statt der 3:5 – Niederlage, die schließlich zu Buche stand, war ein ebenso hoher Sieg möglich. Verwunderlich, dass es einfach bei unseren Heimspielen nicht klappen will, obwohl unser neues Domizil in der Friedrich – Ebert Straße kaum zu toppen ist. Leckerer Kuchen, belegte Brötchen, heiße und kalte Getränke, gute klimatische Bedingungen – was will das Schachherz noch mehr?

Aber außer André, der sauberes Positionsspiel betrieb und in ein gewonnenes Läuferendspiel abwickelte, war keiner in der Lage, die gegnerische Stellung aus den Angeln zu hebeln. Okay, mir wäre dies fast gelungen: Houdini zeigte bei der späteren Analyse ein ordentliches Plus nach Txf7 an. Statt der von mir eingeschätzten +6 sah er die Stellung trotz materiellen Gleichgewichts bei +15! Wohlgemerkt: nicht Grad sondern Bauerneinheiten! Da es aber der 37. Zug und die Zeitkontrolle nicht mehr weit war, gab es keinen Einschlag auf f7. Der Turm traute sich nur nach f2, so dass die Houdini – Werte gleich in den Keller gingen. Stefan Arndt fragte mich angesichts dieses Werteverlustes später, wie man mit einem Zug quasi zwei Damen einstellen könne. Auf eine Erklärung wartet er heute noch. Am Ende konnte ich mich nach ein paar Klimmzügen in ein Remis retten.

Aber auch bei Stefans Partie war einiges drin. Die alte Schachweisheit „Springer am Rand bringt Kummer und Schand“ hätte er mit einem Ausritt nach h5 diesmal widerlegen können. Die meisten Schachprogramme wären mit seiner Stellung sicherlich sehr zufrieden gewesen. Als dann die gegnerischen Figuren aber seinen Damenflügel unter Beschuss nahmen, erwies sich sein Gaul als schlechter Verteidiger, so dass der Punkt an den Spieler aus Neuenkirchen ging.  Altmeister Hans hatte bei seiner Super – Stellung fast die freie Auswahl, wie er den Sieg einfahren konnte. Bei zwei satten Mehrbauern war die weiße Stellung quasi reif für die Aufgabe. Das Blatt wendete sich, als ein weißer Bauer Richtung 8. Reihe strebte. Nach Abtausch der Schwerfiguren behielt Hans einen „schlechten Läufer“. Auch hier endete die Partie mit einem Sieg des Gastes.

Eugen hatte zuvor ein von ihm analysiertes Gambit aufs Brett fabriziert und etliche Versuche unternommen, die gegnerische Festung zu knacken. Dies gelang ihm nur ansatzweise, so dass eine Punkteteilung später unausweichlich war. Auch Stefan, unser Mann am Spitzenbrett, agierte –wie immer bei Heimspielen- mit den schwarzen Steinen. Sein Bauernangriff am Königsflügel wurde vom Gegner entschärft und später mit einem Bauerngewinn am Damenflügel gekontert. Mit einer Zugwiederholung erzwang Stefan schließlich den halben Zähler. Die vierte Punkteteilung ging auf Achims Konto. Obwohl sich auf dem Brett noch etliche Figuren tummelten, sah keiner der Kontrahenten, wie er einen Vorteil erspielen konnte. „Volle Konzentration dem Damenflügel“ war die Devise von Martin in der Eröffnung. Tatsächlich gelang es ihm zunächst, den Gegner zu unorthodoxen Zügen wie Ta7 zu nötigen. Nachdem sich das Spiel auf seiner linken Seite beruhigt hatte, preschte Martin mit dem f-Bauern um 2 Felder nach vorne, was seinem Gegner allerdings das schöne Läuferfeld auf e4 überließ. Als sich auch die gegnerische Dame und beide Türme richtig in Position gebracht hatten, wurde es um Martins König etwas zugig. Nachdem er ein nicht leicht zu sehendes Rettungsmanöver ausgelassen hatte, war die schwarze Dame nicht mehr zu bändigen.

Die Hoffnungen lagen an diesen Abend bei umfangreichen Analysen auf dem nächsten Auswärtsspiel!

 

Wie immer ist Treffpunkt bei Achim, wenn ein Auswärtsspiel ansteht. Dieses Mal ging die Tour hinauf nach Herford. Mehr als 150 km bedeutete frühes Aufstehen. Auf der Fahrt sorgte auf dem ersten Autobahnabschnitt Stefans Navi für etwas Verwirrung. Bei guter Verkehrslage erreichten jedoch alle rechtzeitig das Ziel, so dass sogar noch etwas Zeit für eine Analyse im Kofferraum blieb. Dann ging es aber fast pünktlich los. Für diejenigen, die während der Begegnung etwas frische Luft schnappen wollten, war der 3. Stock genau die richtige Spieletage, um auch den Kreislauf in Schwung zu halten.

Nach wenig mehr als 2 Stunden hatte Luis´ Gegner genug gesehen und gab auf. Qualitätsverlust und nicht zu verhindernder Damentausch waren zu viel. Dem 1:0 ließ wenig später Hans das 2:0 folgen. Insbesondere seine frühzeitigen Springerattacken setzten dem Gegner zu. Mit einem Läuferzug verhinderte der Herforder Spieler zwar Materialverlust am Damenflügel, lud Hans aber zum entscheidenden Schlag am anderen Ende des Brettes ein. In leicht verschachtelter Stellung erhielt Stefan A. ein Remisangebot, welches er in Anbetracht des Spielstandes ohne lange zu zögern annahm. Es folgte nun Achims Auftritt: Vor einem Jahr hätte er seine Partien nicht in der vorgetragenen Art und Weise angelegt. Statt sich von einem Bauernverlust in der Eröffnung irritieren zu lassen, schickte er zunächst den gegnerischen König nach f1 und bearbeitete wenig später den Schutz um den weißen Monarchen. Nachdem er die latenten gegnerischen Drohungen abgewehrt hatte, krönte er sein Spiel mit einem Turmopfer auf f2 und sorgte somit für den Ausbau der Führung zum 3,5:0,5.

An Andrés Brett hatten sich beide Spieler für die große Rochade entschieden, so dass direkte Königsangriffe ausblieben. Nach dem Abtausch etlicher Figuren hielten sich beiderseitige Drohungen in Grenzen. Da keiner der Kontrahenten das entstandene Ungleichgewicht, hervor gerufen durch den Abtausch Läufer gegen Springer, für sich nutzen konnte, stand es schließlich 4:1. Einen Mannschaftspunkt hatten wir also schon einmal verbucht. Trotz eher suboptimalen Spiels blieb es mir mit einem Unentschieden vorbehalten, den Mannschaftserfolg unter Dach und Fach zu bringen. Zum Zeitpunkt des gegnerischen Angebotes war die Stellung tatsächlich „tot remis“. Etliche Züge zuvor hatte ich auf mein unsortiertes Figurenknäuel aber kaum noch einen Pfifferling gesetzt.

Bei fast sommerlichen Temperaturen mussten sich Stefan und Eugen an Brett 1 und 3 allerdings noch längere Zeit „quälen“. Stefan, der bis dahin am Spitzenbrett ungeschlagen war, überzog seine Stellung, nachdem er ein Remisangebot abgelehnt hatte. Demselben Schicksal entging Eugen allerdings, indem sein Turm zwei gegnerische Bauern und den unterstützenden Läufer nicht zum Zuge kommen ließ. Ein seltenes Pattbild beendete nicht nur die Partie sondern den gesamten Kampf. Nach dem 5:3 – Sieg in Ostwestfalen tauschten wir mit den Gastgebern zunächst die Plätze (von 4 rauf auf 3) und überholten nach dem Dortmunder Erfolg auch noch das Team aus Niederkassel. Mit Tabellenplatz 2 vor dem letzten Spieltag hatte vor Saisonbeginn, erst recht nicht nach dem 1. Spieltag, wohl keiner von uns gerechnet. Fast sensationell, wenn dieser im Finale gegen Bochum II am 8. Mai verteidigt werden sollte. Dann winkt sogar ein Derby gegen Iserlohn um den Aufstieg in die NRW – Liga!

 

Norbert

Nach 3. Auswärtssieg: NRW - Klassenerhalt fast schon gesichert!

An fremden Brettern spielt es sich für uns offenbar besonders gut. Nach den Erfolgen in Lieme und Ratingen feierte unsere 1. Mannschaft am letzten Sonntag in der NRW – Klasse bereits den 3. Auswärtssieg, der mit 5,5:2,5 in Herne zudem recht deutlich ausfiel. Besonders erfreulich war, dass sich -wie schon in Ratingen- alle Spieler an der Punkteausbeute beteiligten, obwohl die Gastgeber an allen Brettern mit einer besseren DWZ ausgestattet waren. Diesmal war Luis verhindert, der jedoch von Udo prima vertreten wurde.

Die Matchwinner der SG saßen in Herne an den vorderen Brettern. Bei drei Siegen und einem Unentschieden an 1 – 4 sammelten wir „Hinterbänkler“ nach dem Eichhörnchenprinzip jeweils einen halben Zähler.

Besonders beeindruckend waren die Partien unserer beiden Spitzenspieler. Stefan hatte in einem „Sizilianer“ recht früh das Feld d5 unter Kontrolle gebracht und baute auf dieser Basis seinen Plan für den weiteren Partieverlauf auf. Ein Gegenspiel war nicht in Sicht, so dass er schließlich in ein gewonnenes Turm – Läufer – Bauern – Endspiel einlenkte, in dem sein zentralisierter König ein zusätzliches Plus bedeutete. Nach Gewinn eines Bauern am Königsflügel war der Drops gelutscht.

Im Zusammenspiel mit seinen beiden Türmen kontrollierte Andrés schwarzfeldriger Läufer in einem „Grünfeld – Inder“ zunächst die gegnerischen Zentralbauern und drohte im weiteren Verlauf einen Turm aufzuspießen, so dass er im Besitz des zwischenzeitlich eroberten Bauern blieb. Nach einigen Turmmanövern war die Stellung seines Kontrahenten reif zur Aufgabe.

Eugen hatte seinen Gegner schon früh ins Nachdenken gebracht und erfreute sich daher eines großen Zeitvorteils. Angesichts der Tatsache, dass seine Königsattacke jedoch nicht zwingend war, sich aber an den Nachbarbrettern vorteilhafte Stellungen abzeichneten, bot er Remis. Bemerkenswert, dass nach ca. 3 Stunden Spielzeit noch sämtliche Figuren auf dem Brett standen.

Den dritten vollen Zähler steuerte unser frisch gebackener Bezirksmeister, Stefan Arndt, bei. Im Mittelspiel ergab sich eine äußerst seltene Materialverteilung, die in Jeremy Silmans Buch „Schach, aber richtig“ im Kapitel über „Ungleichgewichte“ sicherlich große Beachtung gefunden hätte. Nachdem der gegnerische König im Endspiel seinen rechtzeitigen Einsatz verpasst hatte, musste Stefan seine Theoriekenntnisse „Wie gewinne ich mit 2 Springern gegen einen Bauern?“ nicht mehr bemühen.

Kein Wunder, dass die Stimmung auf dem Heimweg mit Zwischenstopp in Witten bei 8:4 Punkten auf dem Konto und dem aktuellen 2. Tabellenplatz recht ausgelassen war. Der Klassenerhalt soll gegen Neuenkirchen perfekt gemacht werden – auch wenn´ s ein Heimspiel ist.

Norbert

Sieg in Ratingen folgt Remis gegen Spitzenreiter!

Kurz vor Weihnachten stand der letzte Mannschaftskampf 2015 an. Trotz der relativ kurzen Distanz war es schachlich für mich der erste Auftritt in Ratingen. Merke: „Auch ein im Schachverband Südwestfalen tief Verwurzelter darf irgendwann sein Revier verlassen!“ Achim hingegen konnte sich vor dem Startschuss noch dunkel an eine Verbandsmeisterschaft erinnern, die dort ausgetragen wurde und auch unserem Brüderpaar Stefan und André kam die Spielstätte nicht ganz unbekannt vor. Es gibt halt auch Globetrotter unter den Denksportlern!

Fast friedlich ging es anschließend an den Brettern entsprechend der Vorweihnachtszeit zu – zumindest was die Ergebnisse betrifft. Gleich sechs Partien endeten unentschieden, was allerdings nichts über den Verlauf der einzelnen Begegnungen aussagt. Der doppelte Stefan (Lupor und Arndt) sowie Hans, Luis, Achim und ich sorgten für die Punkteteilungen, wobei Stefan Lupor sicherlich am meisten am ganzen Zähler schnupperte.

Für unseren mannschaftlichen Erfolg zeichneten sich schließlich Eugen und André verantwortlich. Unser IM ging zu Beginn des Mittelspiels mit der Brechstange zu Werke und opferte einen Springer auf f7. Statt einer weiteren Angriffswelle waren in den nächsten Zügen Umgruppierungen und sogar Rückzüge angesagt. Stockfish und Houdini sahen seinen Gegner ob des Materialbesitzes klar im Vorteil. Ob die Bewertung des Silikonmonsters Eugen in diesem Moment beeindruckt hätte, mag dahin gestellt sein. Zumindest in psychologischer Hinsicht erwies er sich einmal mehr als äußerst versiert, so dass sicherlich nicht nur sein Ratinger Kontrahent verblüfft darüber war, dass Eugen seine Remisofferte ablehnte, auch wenn er mittlerweile Kompensation zu haben schien. Tatsächlich fuhr  Eugen wenige Züge später den vollen Punkt ein.

Auf diesen hatte inzwischen auch André beharrlich hin gearbeitet. Insbesondere am Damenflügel hielt er nach Perspektiven für seine Figuren Ausschau. Dem richtigen Plan folgend, verschaffte er letztendlich seinen Bauern den entscheidenden Durchbruch.

In Anbetracht der Tatsache, dass alle Spieler zum Erfolg der Mannschaft mit beigetragen hatten, gab es auf dem Heimweg jede Menge fröhliche Gesichter.  

Nachdem bereits in Ratingen die Weihnachtsgeschenke in Form von 2 Mannschaftspunkten eingesammelt worden waren, schien zu Beginn des neuen Jahres das Kräftemessen mit der Bundesligareserve aus Dortmund doch eine etwas zu große Herausforderung zu sein. In unserer neuen Spielstätte am Oberloh stand für Hans zum zweiten Mal Udo im Team.

Wie vorhersehbar, traten unsere Gäste mit einem starken Team an und wiesen an allen Brettern mehr oder weniger deutlich bessere Wertungszahlen auf. Doch das schien die meisten von uns nicht zu kümmern. Luis und Udo waren die ersten, die sich ein Remis erspielten. Anfangs hatte ich noch ausreichend Zeit, mir die Partien der anderen anzusehen, da ich die mir vorgesetzte Variante kannte (oder vielmehr: zu kennen schien). Bei der späteren Analyse wurde mir erst einmal klar, wie viele Tücken dort für beide Seiten lauern.

An den Brettern 1 und 3 schien die Stellung im Gleichgewicht zu sein, während sich Stefan Arndt nach einem Einschuss auf f7 eines Mehrbauern erfreute. Sowohl bei André als auch bei Achim schwante mir nichts Gutes. In meiner Partie ging es nun auch stetig bergab.

In meiner Einschätzung der Partien lag ich leider bei André richtig, der mit E. Schmittdiel aber auch einen bärenstarken Gegner erwischt hatte. Die Beherrschung der entscheidenden Felder im Zentrum, unterstützt von einem aktiven Turmspiel am Damenflügel brachte die Entscheidung für den Gast am 2. Brett. Kurz danach erhoben sich beide Spieler am 1. Brett. Diese Partie ist also auch beendet, dachte ich. Stefan blickte zu mir rüber und hob den Daumen. Ich konnte es kaum fassen. Er hatte mit schwarz IM Wegener besiegt – offenbar hatte er an diesem Tag fast großmeisterlich gespielt. Fast zeitgleich gingen wir sogar 3:2 in Führung. Eugen hatte mal wieder zugeschlagen. Ich ging an sein Brett und sah, dass er seinen Gegner trotz reduzierten Materials mit König, Turm, Läufer und Bauern in ein Mattnetz gezogen hatte. Bei der späteren Analyse war mir klar, dass er wieder in die psychologische Trickkiste gegriffen hatte. Die von ihm gewählte Fortsetzung in der Pirc - Verteidigung führte nach dem forcierten Abtausch mehrerer Figuren schnell ins Endspiel. Welcher Gegner mag das schon – wenn er lieber komplizierte Varianten am Brett berechnet?

Stefan Arndt besaß in einem Turm – Läufer – Bauernendspiel immer noch seinen kleinen materiellen Vorteil, so dass ich einen Sieg von ihm nicht ausschließen wollte. Auch Achim hatte offensichtlich das Schlimmste überstanden und lag im Remisbereich. Da Stefan nach starker Verteidigung seines Gegners im späteren Läuferendspiel den „falschen“ Randbauern hatte, endete seine Partie ebenso wie Achims remis. Dort standen am Ende nur noch zwei Könige auf dem Brett, was gleichbedeutend mit der 4:3 – Führung gegen den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer war. In einem aussichtslosen Endspiel musste ich allerdings den Dortmunder Ausgleich zum 4:4 – Endstand hinnehmen.

Denjenigen, denen nach dem unerwarteten Punktgewinn immer noch der Sinn nach Springergabeln, Abzugsangriff und Turmmanövern stand, dürfte der Kopf wohl am späten Abend nach zahlreichen Analysen mit und ohne „Fritz“ geraucht haben. Bis Mitte Februar sollte aber bei allen wieder die geistige Frische vorhanden sein. Dann geht es auf Punktejagd in Herne.

 

Norbert

EN 2 gegen Lüdenscheid 1

EN 2 gegen Lüdenscheid 1

Wie erwartet hatten wir mit Lüdenscheid 1 nicht nur den erwartet schweren Gegner, sondern auch den momentanen Spitzenreiter zu Gast. Doch den erfreulichen Auftakt konnten wir gestalten.

Dirk Küsgen hatte mit seinem vorgerückten F – Bauern, seinen beiden Läufern und der beweglichen Dame eine starke Druckstellung gegen den geöffneten Königsflügel von Thomas Windfuhr. Das die weiße Dame auf der G – Linie einbricht, konnte der Gegner nicht mehr verhindern und Thomas gab auf.

Kurz darauf kam ein schnelles Remis nach nur 14 Zügen von Andreas Klümpen gegen Ivan Scherbanev.

Ryszard Galicki eröffnete den Reigen für Lüdenscheid. Mit der Alapin – Variante konnte Günter Rüdiger nicht so viel anfangen. Schnell war der eigene Plan dahin und Günter kam rasch unter Druck. In Umklammerung der weißen Figuren verlor Günter die Dame und damit war die Partie gelaufen. Ähnliches passierte Thomas Hoyer. Jamel Hellwig gelang es, zwei schwarze Zentralbauern nach vorne zu schieben. Dadurch konnten Läufer und Turm von Thomas nicht eingreifen. Sie fehlten bei der Verteidigung und dadurch ging die Partie verloren. Philippe Rotgänger verlor wohl seine Partie, weil seine Rochade verhindert war. Der Turm auf H1 hatte zu viele Schwierigkeiten, sein Spiel zu machen.

Eric van der Gaag konnte mit seinem Turm einen verteidigen Läufer ausschalten und danach den Springer einkassieren. Diesen Vorteil brachte er gegen den erfahrenen Wolfram Tesche nach Hause. Damit stand es 2,5 : 3,5 für Lüdenscheid. Doch es kam Hoffnung auf. Axel hatte eine kompakte Stellung und sah sehr verdächtig nach Remis aus. Martin Schäfer stand zeitweise die Qualität besser. Er mußte diese wohl zurückgeben. Bei späterer Sichtung hatte er einen Springer weniger. Trotz Kampfeswille war die Partie nicht mehr zu halten. Axel hatte im Endspiel einen einzelnen Bauern mehr, war um die Qualität aber schlechter. Auch hier reichte es nicht mehr für ein positives Ergebnis. EN 2 verliert 2,5 : 5,5 gegen Lüdenscheid 1.

 

 

Kellerduell versiebt EN 2 gegen Iserlohn 2

EN 2 gegen Iserlohn 2

Kellerduell versiebt

Peter Richter holte remis. Thomas Hoyer und ich holten jeweils einen Punkt. Eigentlich gute Vorraussetzungen, den Mannschaftskampf zu gewinnen. Georg Krips hatte ja (so zeigt es die Analyse) gute Möglichkeiten seine Partie gegen Kai Lück zu gewinnen. Gegenangriff der Leichtfiguren war hier die Lösung. Dirk Küsgen hatte sich zwar gegen Kai Lück vorbereitet, mußte dann gegen Dirk Lamek spielen. Er spielte eine Abtauschvariante, die für Weiß etwas vorteilhafter ist und auch blieb. So stand es wieder ausgeglichen 2,5 : 2,5. Nach einem Springerfehler von Jonas Glatzel konnte Martin Schäfer die Partie an sich reißen. Günter war von Anfang an mit seiner Partie am hadern. Am Ende bekam er noch Aufwind und dachte vielleicht noch an Gewinn. Das hat ihn wohl verleitet, den er verliert seine Partie. Jetzt hing alles an Andreas Klümpen. Er hatte sich mit seinen Bauern weit aus dem Fenster gelehnt. Dadurch war es dem König etwas luftig. Der Einbruch am Damenflügel brachte dann den Ausschlag zugunsten von Gerd Meinecke. Jetzt waren viele Doppelangriffe durch das Schachgebot ausschlaggebend.

Teamspirit bringt 2 Punkte ein

Teamspirit bringt 2 Punkte ein

Martin war mal wieder vorbildlich. Sein Gegner hatte sich schon im Vorfeld entschuldigt. Doch im Sinne der Mannschaft fährt er sie zum Spielort und unterstützt sie moralisch. Hut ab. Letmathe spielte ohne Jakubik und Pieczka ersatzgeschwächt. Doch der Rest mußte erstmal bezwungen werden. Georg konnte sich gegen Kalnik nicht durchsetzen und verlor auf Zeit. Die Analyse ergab aber Gewinnchancen für ihn. Dirk holte gegen Tomiczny ein achtbares Remis und Andreas bezwang Atasoy durch ein schönes Damenopfer mit anschließendem Matt. Entscheidende Punkte. Erik stand gegen Schaar auf Remis, doch im Endspiel wurde ihm eine Springergabel zum Verhängnis. Günther kam gegen Demin nicht zurecht und verlor als erster seine Partie. Jetzt stand es 3,5 : 2,5 für Letmathe. Thomas stand schon um eine Qualle besser, doch damit konnte er seinen Gegner noch nicht überzeugen. Axel hatte zu dieser Zeit einen Mehrbauern. Er entschied sich den Königsflügel anzugreifen und konnte so mehr Druck machen. Der Gegner zollte dem Tribut, machte Fehler und verlor somit die Partie. Letztlich hatte auch Thomas den Gewinnweg eingeschlagen. Somit konnten wir 2 fröhliche Punkte mit nach Hause nehmen.

EN 2 gegen Menden 1 ohne richtige Chance

EN 2 gegen Menden 1 ohne richtige Chance

Da EN 2 ohne drei Stammspieler auskommen mußte, waren die Hoffnungen, ein gutes Ergebnis zu erzielen. eher gedämpft. Es ging schon nicht so gut los mit dem recht frühen Verlust der Partie von Thomas gegen M. Spiekermann. Kurz darauf stand es 0 : 2. Jonas Diegel konnte das Remis nicht halten. Er hatte seinen Turm in der Bauernkette verkeilt und war dementsprechend nicht frei für die offene a – Linie bzw. für andere Angriffe. Georg konnte die Fahne auch nicht hochhalten, schließlich hatte er den stärksten Spieler von Menden Theodor Mertin mit 2024DWZ vor sich. Erstes erfreuliches Zeichen kam von Thomas Hoyer, der gegen seinen Gegner remisierte. Die Analyse zeigte, das Weiß doch mehr Chancen hatte, also geschickt eingefädelt. Micha spielte gegen einen übermüdeten aber trotzdem relativ präzise spielenden Niclas Grieser mit 1400DWZ. Trotz Kaffee habe ich wohl geschlafen, den nach ein paar Zügen konnte ich schon eine Figur gewinnen. Moin. Nachdem ich das Visier hochgekurbelt hatte, ging es zur beiderseitigen Springerattacke. Statt das gute Feld zu besetzen nahm der Gegner gefräßig meinen g – Bauern. Der lag dem Springer schwer im Magen, den jetzt konnte ich mit Tempovorstößen Linien besetzen und zum Angriff blasen. Der Gegner war nicht nur technisch KO. Günter hatte sich gegen F. Krewett lange Zeit gut gehalten. Seine Dame war aber zu vorwitzig, mußte dementsprechend getauscht werden und dann hatte er mit weniger Bauern das schlechtere Endspiel. Axel hatte zwar mit Luca Grieser 1463DWZ eine machbare Aufgabe, hat sich aber selber den Gordischen Knoten eingebaut. . Selbst zigfache Analyse brachte kein Licht am Ende des Tunnels. Bester Mann am Platze war Martin Schäfer, der St. Spiekermann mit Lh6 die Dame an den Rand lotste, dafür mit der Dame den Springer und die entscheidende zweite Reihe einnahm. Dann hatte er dreifachen Druck auf den Bauern f2. Das führte kurzerhand zum Sieg.

EN 2 verliert gegen Menden 1 mit 2,5 : 5,5Punkten.