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Herzlich Willkommen auf der Homepage der SG-EN-SÜD

Wir freuen uns über Ihren Besuch und stehen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Kommen Sie doch mal Mittwochs oder Freitags auf eine Schachpartie in unser Vereinsheim.

Spielbetrieb: Freitag 19:00-00:00 Uhr Jugendspielbetrieb: Mittwoch von 17:00-19:00 Uhr (Training) & Freitag: 17:00-19:00 Uhr

Ort: Umkleidehaus an der Rennbahn, Jesinghauser Str. 50 in 58332 Schwelm

Archiv

Verbandsliga: 1. Mannschaft weiter auf Kurs

Überzeugender 5,5:2,5 – Sieg gegen Schwerte! Beim ersten Heimspiel der Saison sprang erfreulicherweise ein deutlicher Sieg gegen Schwerte heraus. Eugen sorgte schon nach etwa einer Stunde für die 1:0 – Führung, als er zunächst bei stabiler Zentrumslage den gegnerischen Königsflügel attackierte und anschließend am Damenflügel entscheidendes Material kassierte. Für die Rochade hatte er diesmal gar keine Zeit. In Anbetracht der leichten positionellen Vorteile an den übrigen Brettern remisierten kurz darauf Achim und Stefan Arndt. Bei Achim waren zu diesem Zeitpunkt die Damen und beide Springerpaare getauscht – viel los war danach nicht mehr. Das Brett bei Stefan war zwar etwas voller, die Stellung aber im Gleichgewicht. Stefan und Eugen machten sich gleich darauf auf den Weg ins Sauerland, von wo aus die Reise nach Thüringen weiter gehen sollte. Dort nimmt Stefans Freundin Karola an der Deutschen Polizeimeisterschaft teil, während Eugen bei diesem Turnier als Schiedsrichter im Einsatz ist. Die beiden Reisenden bekamen nicht mehr mit, dass Norbert die Führung auf 3:1 ausbaute. Sein Gegner hatte bei seinem Läufereinschlag auf d5 ein Remisangebot unterbreitet, dabei aber Norberts Zwischenzug mit dem Springer nach d4 und Angriff auf die Dame übersehen. Das Remisangebot hatte sich somit erledigt. Maksim hatte unterdessen schönes Figurenspiel aufgezogen und den Umstand ausgenutzt, dass sich der schwarze König noch im Zentrum befand. Nach Materialgewinn und Damentausch stand es 4:1. Zentrumsangriff gegen Flügelattacke lautete Aiks Devise in einer unregelmäßigen Eröffnungsvariante. Unterstützt von einem Superspringer auf g4 brachte er schließlich seine Schwerfiguren in Stellung. Die Mattdrohung seines Gegners auf h7 wehrte er mit einem Konter geschickt ab und erzwang gleichzeitig dessen Aufgabe. Da der Mannschaftserfolg bereits unter Dach und Fach war, einigte sich Stefan Lupor am Spitzenbrett nach einer Zugwiederholung mit seinem Kontrahenten auf eine Punkteteilung. Diese wurde auch Martin angeboten, der mit den weißen Figuren zu Beginn des Mittelspiels offensichtlichen positionellen Vorteil besaß. Nach dem Tausch einiger Figuren verflachte das Spiel jedoch zusehends, so dass ein Remis die logische Folge zu sein schien. Nach einem ungenauen Königszug geriet Martin dann sogar noch auf die Verliererstraße. Nach dem 2. Sieg im 2. Spiel wartet in zwei Wochen bei der Auswärtsbegegnung in Schalksmühle bereits die nächste Herausforderung.

Alle Ergebnisse 2.Runde

Verbandsliga: Maksim und Aik legen Grundstein zum Erfolg in Hemer!

Überrascht waren unsere Gastgeber aus Hemer sicherlich. Überrascht deshalb, weil nicht unsere Fidemeister Stefan und André sondern unsere Nachwuchsspieler Aik und Maksim zum Auftakt in die diesjährige Verbandsligasaison im Woeste – Gymnasium auftauchten. Neue Liga – neue Spieler? Nun ja, sicherlich werden beide noch die eine oder andere Partie in dieser Saison in der 1. Mannschaft bestreiten. Auf Seiten der Hemeraner saßen gleich fünf Spieler aus der Jugendabteilung an den Brettern – wer weiß, wie es demnächst bei uns aussieht.

Bereits aus der Eröffnung heraus deutete sich an, dass Maksim seiner eindeutigen Favoritenrolle gerecht werden würde. Und so war es schließlich auch. Zunächst rupfte er den gegnerischen Damenflügel auseinander, eroberte dann in der c – Linie einen Bauern, um anschließend mit beiden Türmen auf der 2. Reihe für die Entscheidung zu sorgen. Etwas mehr Anlauf brauchte Aik, der schnell die theoretischen Pfade verließ und hoffte, sich die geschwächte gegnerische Bauernstruktur zunutze machen zu können. Sein zunächst passives Läuferpaar brachte er jedoch im Mittelspiel und Endspiel in Verbindung mit seinem wanderfreudigen König und einem mächtigen Freibauern auf e7 hervorragend zur Geltung. Da ließ sich auch Luis nicht lange bitten, der nach erfolgtem Damentausch einen Ausritt mit seinem Springer bis nach e3 unternahm und dort die Koordination seines Gegenübers empfindlich störte.

Das 3:0 hatte jedoch nicht lange Bestand, da Martin nach starker Eröffnungsbehandlung und Materialgewinn die richtige Fortsetzung verpasste und von Timo ausgekontert wurde. Achim bekam mit Moritz den besten Jugendlichen unseres Gastgebers vorgesetzt. Dieser wählte eine eher seltene Fortsetzung gegen Achims Caro Kann – Verteidigung und erlangte am Damenflügel Vorteil, nachdem Achim das richtige Timing beim Vorstoß seines b – Bauern fehlte.

Die knappe Führung hatte bis zum Schluss Bestand, da die restlichen drei Partien mit einem Remis, jedoch nicht ohne vorherigen großen Kampf endeten. Stefan wählte am Spitzenbrett eine scharfe Variante des Damengambits, indem er lang rochierte und auf Königsangriff spielte. Marcus klappte folgerichtig sein Visier hoch und eröffnete eine Attacke am Damenflügel. Nach dem Damentausch und dem Verschwinden weiterer Figuren gelangten beide in ruhigeres Fahrwasser und rauchten die Friedenspfeife.

Wo Eugen spielt, brennt meistens das Brett. Ein bekanntes Bauernopfer in der Eröffnung brachte ihm volle Kompensation und aktives Spiel für seine  Dame und seine Leichtfiguren. Während sein eigener König nichts zu befürchten hatte, schien es für den gegnerischen Monarchen auf dem gesamten Brett kein sicheres Plätzchen zu geben. Doch Andreas verteidigte sich umsichtig und besaß Zeit für eine Attacke am Damenflügel, so dass Eugen vorübergehend einen Gang zurück schalten musste. Die Partie endete unter Ausschluss weiterer Risiken schließlich mit einer Zugwiederholung. Eher positionell ging es bei Norberts Partie zu. Seine scheinbar schwachen Bauern auf c6 und c5 erwiesen sich jedoch als Einreisstopp für gegnerische Figuren auf der d – Linie und sorgten im weiteren Verlauf für ein klar besseres Endspiel. Ein ungenauer Damenzug warf den Vorteil allerdings weg, so dass auch die letzte Partie mit einer Zugwiederholung in Form ewigen Schachs endete.

Ende Oktober steht dann gegen Schwerte das erste Heimspiel der Saison an.

Verbandsliga: Auftakt nach Maß

SV Hemer I - Ennepe-Ruhr I 3,5-4,5....Bericht folgt

NRW – Klasse ade

Nach etlichen Jahren NRW – Klasse und dem Highlight NRW – Liga in der Saison 2016/17 tritt unsere 1. Mannschaft ab September wieder im alt vertrauten Schachverband Südwestfalen an. Vorbei sind zumindest für ein Jahr die kurzen Trips über die Autobahnen nach Bochum oder Dortmund. Stattdessen werden wieder die kurvenreichen Strecken ins Sauer- und Siegerland unter die Räder genommen.

Zum Abschluss der Saison gab es gegen Kamen eine knappe 3,5:4,5 – Niederlage. Unser Gegner, der bemerkenswerter Weise die gesamte Saison über immer in derselben Besetzung antrat, rettete sich mit diesem Ergebnis in die Relegation, während uns ein Sieg nicht zum Klassenerhalt gereicht hätte, da auch die Mitkonkurrenten punkteten. Den Ballast zweier hoher Niederlagen gegen Plettenberg und Letmathe und dem damit verbundenen schlechten Brettpunkteverhältnis schleppten wir die Saison über mit uns herum. Die restlichen sieben Begegnungen fanden indes auf Augenhöhe statt. Dennoch setzte es den zweiten Abstieg in Folge, was äußerst bedauerlich ist. Warum es mit einem Erfolg in unserem schönen Domizil im Marienstift kaum klappt, war bislang ebenfalls nicht zu ergründen.

Am letzten Spieltag hatten die meisten Spieler mit Weiß ihren großen Auftritt. Drei Kamener Spieler sowie André, Eugen und Martin auf unserer Seite nutzten den Anzugsvorteil.

„Vorwärts“ hieß es vor allem an Eugens Brett, nachdem die Könige an entgegen gesetzten Flügeln einen Unterschlupf suchten. Der Gegenspieler unseres IM war zwischenzeitlich recht optimistisch und äußerte sich im Hinblick auf seine scheinbar gute Stellung gegenüber einem neugierigen Vereinskollegen: „Er zappelt noch!“  Eugen ließ daraufhin seine Puppen tanzen und lenkte in ein gewonnenes Endspiel ein. Wenig später hatte es sich für seinen Kontrahenten ausgezappelt.

Nervenstärke bewies erneut André in hochgradiger Zeitnot. Nachdem sein Gegenspieler quasi durch die Hintertür einen schönen „Igel“ aufgebaut hatte, musste unser FM seine Figuren neu sortieren. Auf die Siegerstraße gelangte er nach einem Bauerngewinn und anschließendem Damentausch. Im Endspiel richtete es dann sein Bauernduo auf der e- und f-Linie.

Martin hatte sich gut auf das Leningrader System im Holländer, das er selbst gerne spielt, vorbereitet. Mit einem unantastbaren Springer auf f4 hatte er schon früh die Weichen für ein überlegenes Spiel auf den schwarzen Feldern gestellt. Nach Materialgewinn und Damentausch erledigte sich der Rest durch Zeitüberschreitung des Gegners.

Noch bevor die weiße Siegesserie gestartet wurde, sicherte sich Norbert, der die Englische Eröffnung vorgesetzt bekam, einen halben Zähler. Er nahm die Remisofferte seines Gegenspielers, der eine 2:1 – Bauernmajorität am Damenflügel besaß, in leicht schlechterer Stellung an.

Unsere Stefans, aber auch Luis und Achim mussten an diesem Spieltag die Punkte an den Gegner abtreten. Im Nachhinein bezeichnete Käpt´ n Arndt seine Herangehensweise an die Partie als zu optimistisch, da sein König schließlich den gegnerischen Figuren fast schutzlos ausgeliefert war.  

Am Spitzenbrett konnte FM Stefan zunächst eine gegnerische Attacke am Königsflügel abwehren, jedoch führte ein Bauernverlust in ein kaum zu haltendes Endspiel.

Luis setzte auf den „Igel“, konnte sich aber am Königsflügel nicht sorgenfrei aufbauen, so dass sein König in der Mitte verblieb. Den wunden Punkt d6 nutzte sein Gegenspieler rigoros aus.

Beim Stande von 3,5:3,5 stemmte sich Achim gegen eine drohende Niederlage. In einem Springer - Läufer - Endspiel mit vier Bauern auf jeder Seite blieb Achim auf seinem schlechten Läufer sitzen und musste mit ansehen, wie der gegnerische König in sein Lager eindrang. Nicht einmal ein halber Zähler war ihm vergönnt.

Die rote Laterne wurde unsere Mannschaft leider nicht mehr los.

Noch ein Sieg zum Saisonfinale

Am heutigen Samstag machten wir uns auf nach Schwerte. Wir konnten ganz unbeschwert aufspielen, da wir tabellenmäßig jenseits von Gut und Böse waren, aber dagegen ging es für Schwerte noch um den Klassenerhalt.

Unsere beiden Ersatzspieler Roland und Yannick griffen beherzt ins Spiel ein und steuerten recht früh schon 1,5 Punkte unserem Punktekonto bei. Gerade Yannick ruhig und wohlüberlegt und durch ein schönes Abzugsschach, konnte er die Partie für sich entscheiden.

Jedoch konnte Schwerte durch zwei Siege an Brett 1 und 6 die Führung übernehmen. Ronald lieferte sich mit seinem Gegner einen offenen Schlagabtausch, aber am Ende unterlag er dann doch.
Und Frank stand relativ eingeengt und konnte gegen den Angriff auf seine Rochade-Stellung über die h-Linie nichts entgegensetzen.

Seinem Sohn Jan seinerseits gelang es, den schwarzen König in der Ecke h8 festzunageln, bis er Verstärkung nachholen konnte. Die passiv stehenden schwarzen Figuren konnten dann das Matt nicht mehr verhindern.

Somit stand es wieder ausgeglichen.

Doch dann konnten fast gleichzeitig Peter und Axel ihre Partien gewinnen. Beide sind zwar etwas schlechter aus der Eröffnung rausgekommen. Peter schaffte allerdings im Mittelspiel, sich einen Bauern zu schnappen, der ihm dann im Laufe der Partie zum Sieg gereichte. Axel profitierte von einem Patzer seines Gegners. Ansonsten wäre es sicherlich noch ein spannendes Spiel mit Turm gegen Läufer und 2 Bauern geworden.

Mit diesen beiden Punkten war der Abstieg von Schwerte besiegelt. Daran änderte auch die Niederlage von Thomas nichts mehr.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Spielern der 3. Mannschaft für ihre Einsatzbereitschaft bedanken, auch wenn es hin und wieder mal nicht so lief wie sich der einzelne das so erhofft hat.  Aber genauso gilt der Dank den Spielern der 4. Mannschaft, die oft recht kurzfristig bei uns eingespringen mussten und oftmals die entscheidenden Punkte zu unseren Erfolgen geliefert haben.

 

Die Abschluss-Tabelle der Bezirksliga findet man hier.

Klassenerhalt noch möglich!

Mit dem 1. Saisonsieg wahrte unsere 1. Mannschaft die kleine Chance auf den Verbleib in der NRW – Klasse. Hauchdünn war denn auch das Ergebnis beim 4,5:3,5 – Erfolg bei der SG Bochum II. Sizilianisch war an diesem Tag besonders beliebt. Gleich viermal folgte auf e4 der Zug c5.

Zuerst beendete Achim, der mit den schwarzen Figuren spielte, seine Partie mit einer Punkteteilung. Obwohl nur ein Springer- und Bauernpaar bis zu diesem Zeitpunkt das Brett verlassen hatten, bot er seinem nominell stärkeren Gegner in nahezu ausgeglichener Stellung remis an, was dieser akzeptierte. Innerhalb kürzester Zeit gingen wir mit 2,5:0,5 in Führung. Eugen, der sich der Larsen – Eröffnung (b3) gegenüber sah, erschwerte bereits in der Eröffnung mit seinem e – Bauern die gegnerische Koordination und drang später über die f – Linie ein. Nach einem Figurenopfer auf g5 eroberte er die 2. Reihe, wonach sich sein Kontrahent zur Aufgabe genötigt sah.

Den Zug des Tages brachte Stefan Arndt an. Im Mittelspiel drohte Jungstar Ruben Köllner, sich mit dem Zug f6 zu befreien. Dies unterband unser Mannschaftsführer, indem er seinen Turm selbst dorthin platzierte. Nehmen war für Schwarz tabu, aber auch alles andere ging nicht so recht. Nach wenigen Zügen hatte Stefan genug Material eingesammelt, um den vollen Punkt einzufahren. Luis, der einen „Franzosen“ vorgesetzt bekam, kam gut aus der Eröffnung und versuchte nach heterogenen Rochaden, seine Bauern am Damenflügel in Szene zu setzen. Nach dem Damentausch gelang es jedoch seinem Gegner, die c – Linie mit seinen Türmen zu besetzen und einen Bauern zu erobern. Danach gab es langfristig keine Rettung mehr.

Norbert, der einen der vier „Sizilianer angeboten bekam, hielt mit d3 das Zentrum geschlossen und erreichte eine Variante, die dem Grand – Prix – Angriff ähnelte. Er öffnete die f – Linie und nutzte die Schwächen auf den weißen Feldern im gegnerischen Lager. Nach Eroberung eines Bauern und erzwungenem Damentausch ließ er seine Bauern am Königsflügel, allen voran den h – Bauern nach vorne marschieren. Hierauf wusste sein Gegner spontan keine passende Antwort, so dass die Partie durch das Überschreiten der Bedenkzeit beendet wurde.

Martin hatte im „fliegenden Hölländer“ den weißen e – Bauern erobert, musste sich danach aber mit den gegnerischen Bauern am Damenflügel beschäftigen. Der Damentausch nahm für beiden Seiten die schärfsten Drohungen aus der Stellung, so dass Martin in einem Endspiel mit einem aktiveren König landete. Obwohl er mit seinem Turm und Springer am Drücker zu sein schien, konnte der Bochumer Spieler die Partie remis halten. Somit war beim Stand von 4:2 zumindest ein Mannschaftspunkt sicher.

Den wichtigen halben Zähler zum Mannschaftserfolg sicherte uns André. Er erwies sich als absolut theoriefest und ließ sich auf ein Endspiel Läufer gegen Turm ein. Wohl dem, der weiß, in welche Ecke der eigene König laufen muss, um das Remis zu erzwingen. Lange Zeit hatte Stefan am Spitzenbrett (natürlich gegen Sizilianisch) die Partie kontrolliert. Nachdem er es jedoch verpasst hatte, mit dem Schlagen des gegnerischen h – Bauern den Königsflügel zu öffnen, konnte FM Konstantyn Tkachuk seine Stellung konsolidieren und geringfügigen Materialgewinn verzeichnen. Danach ließ er fast nichts mehr anbrennen und fuhr den vollen Zähler ein.

Auch wenn es nicht gelang, den letzten Tabellenplatz zu verlassen, besteht in der Schlussrunde Ende April gegen Kamen die Möglichkeit, die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt noch abzufangen.

Geht nach dem 4:4 gegen Godesberg noch etwas?

Nach zwei Niederlagen gegen Siegburg (3,5:4,5) und in Südlohn (3:5), die nicht unerwähnt bleiben sollen, auch wenn sie schon etwas länger zurückliegen, gelang der 1. Mannschaft in der NRW – Klasse nun ein 4:4 gegen den Tabellendritten aus Godesberg. Kurzfristig musste André Lupor ersetzt werden, für den unser Nachwuchsspieler Maksim in die Bresche sprang. Schon nach wenigen Zügen hatte er sich mit dem nach e5 vorgerückten Bauern einen klaren positionellen Vorteil gesichert und marschierte mit Läufer und Springer über die schwarzen Felder in die gegnerische Stellung ein. Der prophylaktische Bauernzug nach h3 hätte ihm zweifelsohne dauerhaften Vorteil gesichert. Leider übersah Maksim bei seiner Vorwärts – Strategie die gegnerischen Möglichkeiten und wurde ausgekontert.

Achim hatte sich in der Eröffnung einen Godesberger Bauern geschnappt, ihm drohte jedoch der Verlust des Rochaderechts. Angesichts dessen gab er das gewonnene Material zurück und gelangte in ein ausgeglichenes Mittelspiel. Nach dem Abtausch mehrerer Figuren deutete sich ein ausgeglichenes Endspiel an. Doch Achims verbleibende Figuren konnten nicht genügend Aktivität entfalten, so dass der gegnerische d – Bauer zum Matchwinner wurde.

Luis erlangte im Zweispringerspiel der Caro – Kann – Verteidigung scheinbar bequemes Spiel. Ein schwarzer Springer auf e5 sorgte jedoch für Unruhe und gegnerischen Materialgewinn. Diesen verwaltete der Mann vom Rhein souverän und holte sich später den vollen Punkt.

Eine ungewöhnliche Materialverteilung ergab sich bei Stefan Lupor am Spitzenbrett. In einer Variante der französischen Verteidigung tauschte er seine Dame gegen drei Leichtfiguren ein und hielt die Stellung im dynamischen Gleichgewicht.

Eugens Spiel zeichnete sich einmal mehr durch Figurenaktivität aus. Nachdem er am Königsflügel und im Zentrum Raum erobert hatte, nutzte er die ungeschickte Positionierung des gegnerischen Springers auf d3, was unverzüglich zum Sieg führte.

Norbert kontrollierte in einer Variante des Grand – Prix – Angriffs das Zentrum und startete anschließend eine Attacke am Königsflügel. Nach Eroberung des d – Bauern waren die Weichen schon auf Sieg gestellt. Nachdem auch die Bauern auf der h- und f- Linie gefallen waren, hatte sein Gegenspieler genug gesehen.

Pudelwohl fühlte sich Martin in der Kalaschnikow – Variante der Sizilianischen Verteidigung. Nachdem er seinen a – Bauern als Köder an seinen Gegenspieler verfüttert hatte und die Damen vom Brett verschwunden waren, setzte sein Monarch zum Marsch über das gesamte Brett an und begleitete schließlich seinen d – Bauern bis zur gegnerischen Grundreihe.

Beim Stande von 3,5:3,5 hätte Stefan Arndt den Matchball verwandeln können, als er mit einer Qualität mehr ins Endspiel abwickeln konnte. Die verbundenen Freibauern seines Gegners bereiteten ihm ein wenig Sorgen, so dass er seinen König in die Gefahrenzone lenkte. Dies erwies sich in diesem Moment jedoch als ungenau, so dass er einer Zugwiederholung nicht mehr ausweichen konnte. Das 4:4 war besiegelt.

Dennoch ist in den beiden noch ausstehenden Begegnungen in Bochum und gegen Kamen noch alles drin, um den Klassenerhalt zu sichern.

Überraschendes 4:4

Heute hatten wir den Tabellenführer aus Hohenlimburg zu Besuch.
Diese traditionsreiche Begegnung schien vom Papier her diesmal eine eindeutige Sache zu werden.

Doch diesmal trumpften insbesondere die hinteren Bretter groß auf, allen voran die beiden Ersatzspieler Roland und Gerfried, aber auch Jan, und sicherten somit das doch ein wenig überraschende Unentschieden.

Gerfried konnte seinen Gegner mit einer Gambit-Variante überraschen und bekam dadurch einen überlegenden Angriff auf die feindliche Rochadestellung, wo er fast nach Belieben walten und schalten konnte. Der Gegner ließ sich das dann auch nicht lange zeigen.

Ronald dagegen übersah am Spitzenbrett ein Zwischenschach und büßte dadurch eine Figur ein.

Und bei Peter wurde eine Stellung erreicht, bei der der Abtausch der aller meisten Figuren bevorstand. Da beiden Seiten das so sahen, einigte man sich auf remis.

Axel stand schon fast aus der Eröffnung heraus sch…sch… schlecht und wusste eigentlich gar nicht, wo ihm der Fehler unterlaufen ist.

Gerade wo man schon dachte, der Mannschaftskampf geht verloren, konnte Roland einen Sieg vermelden, auch wenn es zunächst nicht danach aussah. Aber nachdem der gegnerische Ansturm verpuffte, konnte er einen Turm gewinnen, entweder sofort, wie es im Verlauf der Partie vorkam. Ansonsten wäre ein Damentausch nebst Turmgewinn mit dem gleichen Ergebnis erfolgt.

Bei Frank war diesmal alles drin . . . oder auch nicht. In der Analyse konnte nicht festgestellt werden, ob überhaupt eine Seite, und wenn ja, welche, eine bessere Stellung zu irgendeinem Zeitpunkt gehabt hätte. So war die Punkteteilung durchaus logisch.

Thomas machte sich durch einen Läuferrückzug auf die Grundlinie, die dadurch geschwächt und feindlichem Mattdrohungen ausgesetzt war, das weitere Spiel unnötig schwer. Dem folgenden Druck konnte seine Stellung dann nicht mehr standhalten

In der letzten noch laufenden Partie musste Jan zunächst einen Bauern opfern, um dem Gegenspieler nicht zu viel Spiel über die a-Linie zu zulassen. Den Bauern konnte er aber in der Folge zurückgewinnen und zum Schluss entstand ein Damen-Bauernendspiel, wobei der eine drei Freibauern auf dem Königsflügel, der andere drei Freibauern auf dem Damenflügel hatte. Jans waren aber schon etwas weiter vorgerückt  . . .  und sicherte uns damit das 4:4.

Den aktuellen Stand in der Bezirksliga findet man hier.

1. Mannschaft erlebt Debakel gegen Letmathe!

Völlig daneben geriet unser Auftritt am 3. Spieltag in der NRW – Klasse gegen unseren Bezirkskonkurrenten aus Letmathe. Beim 0,5:7,5 konnte lediglich Eugen eine Niederlage  vermeiden.

Klar, es war wie immer mehr drin, wenn man zwischenzeitlich auf die Bretter schaut.

Stefan Arndt packte gegen IM Jan Adamski das nach seinem Brettnachbarn benannte Tripolsky – Gambit aus. Der polnische Meister von 1982 und mehrfache Teilnehmer der Schacholympiade schien sichtlich überrascht und musste einige Bedenkzeit aufbringen, um Stefans Offensivgeist zu bremsen. Nach mehrstündiger Bedenkzeit sicherte ihm sein materieller Vorteil im Endspiel doch noch den Sieg.

Achim hatte bei seiner Vorbereitung den richtigen Riecher und kam gegen die Tschigorin – Verteidigung gut aus der Eröffnung. Wie er später meinte, habe er in deutlich besserer Stellung einen gegnerischen Springerzug unterschätzt. Von diesem Zeitpunkt an musste er um Ausgleich kämpfen, was aber letztendlich wie bei fast allen anderen nicht erfolgreich war.

André ließ sich am 2. Brett vom großen Namen IM Karlheinz Podzielny, dem ehemaligen Deutschen Blitzmeister, nicht aus der Ruhe bringen und diktierte das Geschehen auf dem Brett. Erst kurz vor der Zeitkontrolle machte Podz – Blitz mit seinem h – Bauern Ärger und läutete den Schwarzsieg ein.

Luis´ Stellung war nach meiner Einschätzung recht kompliziert. Bei heterogenen Rochaden brannte das Brett an allen Ecken. Derjenige, der bei seinen Berechnungen etwas daneben lag, würde kaum mit heiler Haut davon kommen. Leider erwischte es Luis.

Martin bekam es mit der Bogo – Indischen Verteidigung zu tun, die seinem Gegner, Rolf Hunold, recht vertraut schien. Der hatte, wie mir in den Sinn kam, mit Martin noch eine alte Rechnung offen, die er ausgerechnet heute begleichen wollte. Seinerzeit setzte sich Martin nach der Teilnahme an einem Schach Open mit großer Verspätung ans Brett und fuhr im Hauruck – Verfahren einen grandiosen Sieg ein. Heute wurde es eine lange Partie mit dem besseren Ende für Rolf.

Von Stefans Partie am Spitzenbrett gegen den bärenstarken Mateusz Kolosowski bekam ich nicht allzu viel mit. Klar war mir, dass er mit den schwarzen Steinen gegen den polnischen IM einen schweren Stand haben würde. Irgendwann wurden die Figuren wieder aufgebaut und der weiße König zum Zeichen des Sieges in die Brettmitte gestellt.

Über meine eigene Partie den Mantel des Schweigens zu hüllen, wäre etwas arg selbstkritisch. Nachdem ich mich jedoch mit Zugumstellung in eine Art Stonewall manövriert hatte, in der mir der schwarzfeldrige Läufer fehlte, war mein Gegner, Sascha Pfleger, am Drücker. Eugen erinnerte mich nachher noch einmal ausdrücklich an meine alte Steinwand – Sünde.

Unser IM war leider der einzige, der sich nicht geschlagen geben musste. Da Soja Schleining, Deutsche Meisterin von 2015, eine etwas zweischneidige Eröffnung wählte, stand Eugen während der Partie lange Zeit überlegen. Dass aber alle Turmendspiele bekanntlich remis sind, wussten auch Eugen und seine Gegnerin, die sich schon in der frühesten Jugend bei Schachturnieren in der Ukraine über den Weg gelaufen waren.

Nach dem schweren Auftaktprogramm sollte gegen die Reserve von Katernberg Mitte Dezember möglichst eine weitere Niederlage vermieden werden.

 

Norbert

Der d-Bauer im Fokus – 1. Mannschaft entführt einen Punkt aus Lippstadt!

Am 2. Spieltag konnte unsere 1. Mannschaft in dieser Saison den ersten Punkt in der NRW – Klasse einfahren. Mit dem 4:4 in Lippstadt durften wir alles in allem zufrieden sein, auch wenn beim Stande von 3,5:3,5 sogar noch ein Auswärtssieg möglich war, nachdem Martin in ein klar gewonnenes Endspiel abgewickelt hatte. Doch der materielle Vorteil hätte sich kurz vor Schluss nur mit einem zentralisierten Monarchen verwerten lassen. So war Martins Ärger über die verpasste Gelegenheit verständlich, weil er der Partie bis dahin seinen Stempel aufgedrückt und keinerlei Gegenspiel zugelassen hatte. Zuvor hatten Achim, Eugen und Norbert mit ihren Siegen sowie Stefan Arndt mit seinem Remis für den Gleichstand gesorgt.

Kurzfristig hatte Luis für die Begegnung in Lippstadt abgesagt. Mit Maksim feierte einer unserer Nachwuchsspieler seine Premiere auf Landesebene. Dass er mit dem Vorstoß seines d – Bauern eine strategisch zweischneidige Entscheidung getroffen hatte, war ihm bereits bei Ausführung seines Zuges bewusst. Letztlich erwies sich seine Idee tatsächlich als vorteilhaft für den Gegner, so dass dieser später folgerichtig den Punkt für sich verbuchen konnte. Während Maksim dem Zug seines d – Bauern hinterher trauerte, brachte sich Achim mit dem Vorrücken seines e – Bauern bereits in der Eröffnung in Bedrängnis. Nach dem Verlust des nun nicht mehr ausreichend bewachten d – Bauern erfolgte der Abtausch etlicher Figuren, so dass sich ein doppeltes Turmendspiel ergab. Dass diese auch mit einem Bauern Rückstand häufig noch remis enden, war Achim selbstverständlich klar. Sein Kampfgeist brachte seinen Gegenspieler offenbar aus dem Konzept, so dass Achims g – Bauer schließlich zum Matchwinner wurde.

Eine lange Theorievariante brachten André und sein Gegenüber im Grünfeld – Inder aufs Brett. Als der Lippstädter seinen Bauern auf d4 anbot, besaß André die freie Auswahl, ihn mit der Dame oder dem Läufer zu verspeisen. Erst mehrere Züge später stellte es sich heraus, dass der Bauern für den Läufer eine verbotene Frucht war. Da war es allerdings schon zu spät. Eugen hatte eine Variante in der Pirc - Verteidigung vorbereitet, die tatsächlich aufs Brett kam. Bei der Auswahl seiner möglichen Gegner nennt man das wohl „Intuition“. Seinen Kontrahenten traf vermutlich die Keule, als unser IM mit seiner Dame den Springer auf c3 entfernte. Eine kleine Kombination brachte ihm einen wichtigen Bauern ein, dem Eugen später einen weiteren hinzu fügen konnte. Im Turmendspiel ließ danach nichts mehr anbrennen.

Stefan Lupor sollte wie fast immer die schwerste Aufgabe lösen. Obwohl die Stellung optisch im Gleichgewicht zu sein schien, konnte das Lippstädter Spitzenbrett einen zunächst minimalen Vorteil nach und nach vergrößern und schließlich sein Läuferpaar gewinnbringend in Szene setzen. Stefan Arndt wählte im Grand – Prix – Angriff den doppelten Vorstoß des d – Bauern und sicherte sich zunächst etwas Raumvorteil. Nach dem Abtausch der Dame und aller Leichtfiguren verblieb er mit der etwas schlechteren Bauernstruktur. Da dennoch kein Gewinnweg in Sicht war, einigten sich beide Spieler auf eine Punkteteilung. Norbert hatte schon in der Eröffnung reichlich Zeit investiert, um „seinen Franzosen“ nicht zu misshandeln. Im Mittelspiel preschte sein Gegenspieler unvorsichtigerweise mit seinem a – Bauern nach vorne, was Norbert zu einem Ritt mit einem seiner Springer am Damenflügel nutzte. Den positionellen Vorteil, den er wenig später in einen materiellen ummünzen konnte, hätte er beinahe wieder verspielt. Trotz knapper Bedenkzeit lehnte er eine Remisofferte ab, eroberte wenige Züge später die letzte gegnerische Figur und bremste damit die vorgerückten Bauern rechtzeitig aus.

Bei herrlichem Sonnenschein lockte nach den zahlreichen Denksportaufgaben die Lippstädter Innenstadt mit kulinarischen Genüssen, die wir uns nicht entgehen ließen. Mitte November gibt mit Letmathe ein Konkurrent aus dem Iserlohner Bezirk seine Visitenkarte im Marienstift ab. Im 1. Heimspiel hängen die Trauben für uns wie schon am 1. Spieltag in Plettenberg reichlich hoch, wenn u. a. der ehemalige Deutsche Blitzmeister Karlheinz Podzielny und die Deutsche Meisterin von 2015, Zoya Schleining, antreten werden.