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Verbandsliga: Verdiente Niederlage im Gipfeltreffen!

Verdiente Niederlage im Gipfeltreffen!

So bitter die Feststellung auch ist: Aber die 3,5:4,5 - Niederlage gegen Derschlag im Spiel um die Tabellenspitze der Verbandsliga war durchaus in Ordnung. Dabei gingen wir nach einer halben Stunde durch den kampflosen Punkt von Stefan Lupor mit 1:0 in Führung. Sein Gegenspieler hatte unser Spiellokal nicht rechtzeitig gefunden und traf wenige Minuten nach Ablauf der Karenzzeit ein.

Obwohl wir an fast allen Brettern leicht favorisiert waren, ergaben sich so recht keine Vorteile. Wenn, dann schien mit den weißen Figuren etwas möglich zu sein. Stefan Arndt hatte die richtige Vorbereitung gegen die sizilianische Verteidigung getroffen, so dass Hoffnungen bestanden, dass er sein materielles Übergewicht am Damenflügel langfristig würde nutzen zu können, während es bei Eugen so aussah, dass er nach Verriegelung des Zentrums eine Attacke am Königsflügel inszenieren wollte. Maksim hatte eine ungewöhnliche Variante aufs Brett gebracht und einen Bauern erobert, dafür musste er sich ein paar Gedanken um seinen Monarchen machen. Martin operierte -wie fast immer bei den von ihm gewählten Eröffnungen- am Damenflügel, während sein Kontrahent sich auf Aktionen im Zentrum und am Königsflügel konzentrierte.

Achim, Norbert und Aik, die mit den schwarzen Steinen operierten, hielten ihre Begegnungen bis ins Mittelspiel ausgeglichen. Nach und nach schlichen sich bei ihnen jedoch ein paar Ungenauigkeiten ein, die schließlich zu irreparablen Schäden führten. Aik büßte eine Qualität ein, Norbert ließ am Damenflügel die gegnerische Bauernkette a4, b5, c6 zu, was seinem weißfeldrigen Läufer auf c8 und eigenem Bauern auf e6 wenig Freude bereitete, und Achim unterschätzte den gegnerischen Bauernzug nach g5.

Diese drei Nullen, die später auf der Spielberichtskarte standen, waren eine zu schwere Hypothek für die Weißspieler. Martin und Maksim überschritten nie die Remisbreite. Aussichten, aus einem halben Zähler einen vollen Punkt zu machen, besaß Stefan. Nach Abtausch der meisten Figuren sprang aber auch für ihn letztlich nur ein Unentschieden heraus, so dass die Gäste uneinholbar mit 4,5:2,5 in Führung gingen. So blieb es allein Eugen vorbehalten, spielerisch einen ganzen Zähler einzufahren. Nachdem er auch den Königsflügel verschlossen und den gegnerischen König erst einmal unbehelligt gelassen hatte, öffnete er bei eigener großer Rochade den Damenflügel. Ein Bauernopfer auf der b – Linie verschaffte seinen verbliebenen Figuren Zutritt zum schwarzen König, der sich wenig später nicht mehr aus dem Mattnetz befreien konnte.

Auch wenn unser IM einen erfolgreichen Schlusspunkt setzte, war das Abrutschen auf den 3. Tabellenplatz nicht zu verhindern. Nun gilt es also, beim Zweitplatzierten in Velmede zu punkten.

Ergebnisse 5.Runde