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NRW-Klasse: Spitzenreiter eine Nummer zu groß

Im Heimspiel unserer 1. gegen Spitzenreiter Godesberg 2 war es der Gast, der gut aufspielte. 1½-6½ war schon eine deutliche Sprache. Mehr dazu folgt....

NRW-Klasse 4

Derbe Klatsche gegen den Tabellenführer!

Am 3. Spieltag gab es für unsere 1. Mannschaft die erste Niederlage. Diese fiel mit 1,5:6,5 gegen den Tabellenführer der NRW – Klasse, Bad Godesberg II, überaus deutlich aus. Am Ende standen lediglich 3 Remis auf der Habenseite, die unsere Fidemeister Stefan und André sowie Aik verbuchten. Stefan und Eugen weilten zu dieser Zeit noch in Bad Sooden - Allendorf bei der Deutschen Polizeimeisterschaft.

An Brett 2 beendete zunächst André seine Partie gegen den früheren Juniorenvizeweltmeister Mathias Gerusel, der trotz seiner inzwischen 81 Lenze immer noch ein sehr starkes Schach spielt. Das angenommene Damengambit, welches er auf die 64 Felder brachte, endete nach einer forcierten Zugfolge, bei der etliche Figuren abgetauscht wurden, mit einer gerechten Punkteteilung. Danach gab es eine Niederlagenserie, für die Achim, Norbert und Martin sich verantworten mussten. Achim hatte sich auf seinen Gegner sehr gut vorbereitet und spielte in einer scharfen Variante nahezu 20 Züge fehlerfrei. Es ergab sich schließlich eine Stellung, in der eine Zugwiederholung geboten war, wenn nicht eine der Parteien in Nachteil geraten wollte. Leider riskierte Achim zu viel.

Norbert war recht gut aus der Eröffnung gekommen und spielte wieder einmal einen geschlossenen Sizilianer. Im Mittelspiel griff er jedoch fehl und dirigierte  seinen Läufer nach b1. Sein Springer hätte sich über einen Rückzug dorthin sicherlich gefreut, um anschließend den gegnerischen Springer aus seiner starken Position zu vertreiben und sich im Zentrum auszubreiten. Martin forderte seinen Kontrahenten mit der Kalaschnikow – Variante der sizilianischen Verteidigung heraus. Das schwache Feld auf d5 nutzte dieser im Laufe der Partie jedoch geschickt für seine Figuren aus und setzte dann zur entscheidenden Attacke am Königsflügel an.

Danach sorgte Aik für einen der wenigen Lichtblicke und remisierte gegen die gebürtige Ukrainerin, Olena Hess. Unser Younster hatte die Schlussstellung richtig eingeschätzt und nahm die Offerte seiner Gegnerin an. Trotz seines Isolani auf d5 zeigte die Engine für keine Seite einen Vorteil. Maksim schien sich die etwas unsichere Stellung der gegnerischen Dame zunutze machen zu können. Nach beiderseitigen großen Rochaden mussten sowohl der schwarze als auch der weiße a- Bauer sein Leben lassen, was aber folgenlos blieb. Später konnte der Godesberger Spieler seine Schwerfiguren besser in Szene setzen, was für ihn zu einem gewonnenen Endspiel führte.

Thomas hatte einige geschickte Figurenmanöver gegen die sizilianische Verteidigung ausgeführt und hätte nach dem Damentausch einen Bauern erobern können. Ein überhasteter Figurenabtausch brachte ihn jedoch ins Hintertreffen, da sein Springer gestrandet war und vom Gegner einkassiert werden konnte. Stefan tat am Spitzenbrett alles für ein persönliches Erfolgserlebnis und lehnte zunächst in einem Damen-Läufer-Endspiel ein Remisangebot seines Gegenspielers ab. Da dessen Stellung jedoch keine nennenswerten Schwächen aufwies, musste unser Spitzenspieler schließlich in die Punkteteilung einwilligen.

Nach der deutlichen Niederlage sollte im Heimspiel gegen die Bergischen Schachfreunde Anfang Dezember wieder etwas Zählbares heraus springen.