Skip to main content

NRW-Klasse: Remis zum Saisonauftakt gegen Hilden!

War das 4:4 zum Saisonauftakt der 1. Mannschaft gegen Hilden nun ein Punktgewinn oder ein Punktverlust? So recht wusste schließlich wohl keiner, wie das Endergebnis zu bewerten war. Zwischenzeitlich schien ein 5:3 möglich zu sein, später drohte gar eine 3,5:4,5 – Niederlage. Fest stand zumindest, dass auf den eigenen Nachwuchs nicht mehr verzichtet werden kann. Denn die beiden vollen Punkte von Maksim und Aik gingen auf das „Jugendkonto“.

Erstmals trugen wir einen Mannschaftskampf in unserem Ausweichquartier in der Holthausstraße aus. Dietmar hatte dort als Materialwart und Küchenchef alles im Griff, so dass wir uns auf unsere sportliche Aufgabe konzentrieren konnten. Leicht favorisiert ging unser Team gegen die Gäste vom Rhein in die Begegnung, ohne jedoch das Fell des Bären schon vorher verteilen zu wollen.

Da unsere beiden Fidemeister, Stefan und André, nicht zur Verfügung standen, saß Käpt´n Stefan A. an vorderster Front. Er war der erste, der seine Partie mit einer Punkteteilung beendete und mit seinem Kontrahenten zur Analyse des Holländers schreiten durfte. Achim hielt ebenfalls mit den schwarzen Steinen das Gleichgewicht, so dass es bald 1:1 stand. Dann war die Jugend am Zug. Maksim verschaffte mit Tf2 seinem weißfeldrigen Läufer einen versteckten Angriff, der ihm sogleich die Qualität einbrachte. Nachdem er noch einen Zentralbauern eingeheimst hatte, gab sein Gegner auf. Mit dem Motto: „Mein Turm kann auch rückwärts“ beendete Aik seine Partie erfolgreich. Unmittelbar zuvor hatte er den auf e7 grasenden weißen Springer vom Brett geholt.

Neben Stefan präsentierte Martin einen weiteren Holländer. Nach schnellem e5 und Initiative am Königsflügel besaß er nicht nur optische Vorteile. Nach taktischen Tricks auf beiden Seiten bliesen jeweils die Damen und Springer zu Königsattacken. In nahezu ausgeglichener Stellung übersah Martin den tödlichen Damenzug nach h7. Hochkompliziert gestaltete Eugen seine Partie. Dass zwischenzeitlich mehrere Figuren in der Luft hingen, schien ihn nicht zu beunruhigen, da er den schwarzen Monarchen ins Visier genommen hatte. Aus dem Handgemenge ging er schließlich mit einer Mehrfigur ins Endspiel, für die sein Gegner nur 2 Bauern vorweisen konnte. Bedauerlicherweise gelang es dem Hildener Spieler eine Festung zu errichten, die unserem IM kein Weiterkommen ermöglichte, so dass die Punkteteilung nicht mehr zu verhindern war.

Thomas schien sich im Mittelspiel den gegnerischen Damenausflug zunutze machen zu können und diesen mit einer Königsattacke erfolgreich zu verbinden. Sein Gegner hielt dieser jedoch nicht nur stand sondern sackte seinerseits zwei Bauern ein, womit sich das Blatt entscheidend wendete und mit einem Sieg von Schwarz endete. Dass zu diesem Zeitpunkt der Mannschaftskampf überhaupt noch im Gange war, war fast unbegreiflich. Norbert hatte bereits zu Beginn des Mittelspiels einen fürchterlichen Bock geschossen, bei dem er eine Qualität und zwei Bauern einbüßte. Das allein war eigentlich schon ein Grund, die Segel zu streichen. Schlimmer noch war jedoch die Tatsache, dass sich sein König bei recht vollem Brett -neben den gegnerischen Schwerfiguren und dem weißfeldrigen Läufer nahmen auch zahlreiche Bauern am Spiel teil- auf d4 herum trieb. Bei der späteren Computeranalyse kletterte der schwarze Vorteil binnen weniger Sekunden von etwa 20 Bauerneinheiten auf 69. Nach ca. 3 Minuten hieß es: Matt in 17 Zügen! Man mag es beiden Spielern nachsehen, dass sie die Varianten bis dahin nicht berechnen konnten. Mit dem Damentausch bannte Norbert zwar die Mattgefahr, beraubte sich allerdings auch eigener Drohungen. In weiterhin aussichtloser Stellung kämpfte er unverdrossen weiter und brachte nach zwischenzeitlichem Figurengewinn gar noch eine Springerschaukel an. Die Remisreklamation in nach wie vor zweifelhafter Stellung nach dreifacher Zugwiederholung misslang ihm dann zwar etwas, führte aber dennoch zum 4:4. Wahrlich kein Spiel für schwache Nerven!

Anfang Oktober geht es zum ersten Auswärtsspiel der Saison nach Bonn Beuel.

NRW-Klasse 4