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Herzlich Willkommen auf der Homepage der SG-EN-SÜD

Wir freuen uns über Ihren Besuch und stehen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Kommen Sie doch mal Mittwochs oder Freitags auf eine Schachpartie in unser Vereinsheim.

Spielbetrieb: Freitag 19:00-00:00 Uhr Jugendspielbetrieb: Dienstag von 17:00-19:00 Uhr (Training) & Freitag: 17:00-19:00 Uhr

Ort: aktuell: Grundschule Jahnstr. 22 in 58332 Schwelm (Ausweichspielort)

Mit Kikeriki erstmals in die Zwischenrunde!

Nachdem der Ligaerhalt in der NRW-Klasse gesichert war, ging es am 2. Juliwochenende für uns gleich im NRW-Pokalwettbewerb weiter. Die Auslosung für die Vorrunde hatte bereits im letzten Jahr stattgefunden, eine Durchführung war aber aufgrund der Corona-Lage nicht möglich. Bei der regionalen Zuordnung fanden wir uns mit unseren Schachfreunden von der ESG sowie den Teams aus Essen - Rüttenscheid und SC Gerthe-Werne in einem Vorrundenpool, aus dem jeweils nur einer die Zwischenrunde erreichen würde. Da die ESG ihre Mannschaft zurückgezogen hatte, blieben außer uns nur die beiden „Ruhrpott-Quartetts“ übrig. SC Gerthe-Werne erhielt für den Samstag ein Freilos, so dass wir an diesem Tag auf den Ausrichter aus Rüttenscheid trafen. Aik als Losfee bescherte sich und Norbert die weißen Figuren, während Stefan Arndt und Maksim mit schwarz ran mussten. Aik forderte mit einem Bauernopfer in der Eröffnung von seinem Gegner sofort kombinatorische Klimmzüge und setzte später das Brett in Flammen. Der schwarze Damenturm hatte sich noch nicht bewegt, als Aik bereits nicht mehr abzuwendende Mattdrohungen aufstellte. Für das 2:0 sorgte Norbert, der gegen die französische Verteidigung zunächst etwas zahm zu Werke ging, dann aber mit einem Turm auf der 3. Reihe auftauchte. Dessen Durchschlagskraft wurde vom Essener Spieler arg unterschätzt, so dass das Matt nicht mehr lange auf sich warten ließ.

Maksim hatte erfolgreich die h-Linie für seinen Turm geöffnet, um an den gegnerischen Monarchen zu gelangen. Bei einer zwischenzeitlichen Attacke auf den schwarzfeldrigen Läufer übersah er die Konterchancen des Essener Spielers im Zentrum, was einen Überfall auf seinen eigenen König zur Folge hatte. Stefan hatte sich auf das Damen-Gambit eingelassen und musste im Laufe der Partie feststellen, dass sich der gegnerische b- Bauer als echtes Ärgernis entpuppte, da dieser seine Figuren in der Verteidigung band. Somit konnte sich sein Kontrahent anschließend den geschwächten Bauern am Königsflügel widmen.  Trotz einiger Tricks, die sich Stefan noch einfallen ließ, war der Essener Spitzenspieler nicht mehr zu beeindrucken und glich zum 2:2 aus. Da an allen Brettern die Spieler mit den weißen Figuren erfolgreich waren, ergab die „Berliner Wertung“ Gleichstand. Folglich fiel die Entscheidung im Blitzen.

Nach dem 3:1 im ersten Durchgang fiel der zweite mit 4:0 noch deutlicher aus. Die erneute Reise nach Essen für den Sonntag konnte also gebucht werden.

 

In derselben Formation -aber mit umgekehrter Farbverteilung- trat unser Quartett am Sonntagmorgen also gegen den SC Gerthe-Werne mit Spitzenspieler Marcel Quast (DWZ 2270) an. Obwohl an den Brettern 2 bis 4 keine Spieler mehr aus der 1. Mannschaft saßen, wurde keine der Partien ein Selbstläufer. Für das 1:0 sorgte diesmal Maksim, der sich wenig materialistisch zeigte, sondern in der entscheidenden Phase erfolgreich auf Matt spielte. Mehr Mühe hatte an diesem Tag Aik, dessen Gegner gegen den Sizilianer gleich die Brechstange auspackte. Unser Junior im Team eroberte später zwar die Qualität, dafür fand sich sein Springer aber auf a8 wieder, wo er lebendig begraben schien. Erst nach einigen genauen Verteidigungszügen konnte Aik seinen materiellen Vorteil zur Geltung bringen und strickte um den gegnerischen König ein Mattnetz.

Norbert hatte gegen e4 wie gehabt die französische Verteidigung gewählt und sah sich nach der Eröffnung in die letzte Runde des Bayer – Open 2019 zurück versetzt. Dort hatte sich exakt dieselbe Variante ergeben, in der er einen leichten Vorteil besaß, diesen aber durch ungenaues Spiel wieder aus der Hand gab. Die anschließende Partieanalyse machte sich nun bezahlt, so dass Norbert die beste Fortsetzung aufs Brett brachte. Sein Stellungsvorteil wurde größer und gipfelte in einem Qualitätsgewinn. Alles Weitere wollte sich sein Gegner nicht mehr ansehen. Stefan gelang gegen Marcel Quast sogar noch der Punkt zum 4:0. Er hatte nach e4/e5 das Königsgambit ausgepackt und den auf f4 geopferten Bauern zu Beginn des Mittelspiels zurück erobert. In Zeitnot fand er später meist die passende Fortsetzung und besaß für die geopferte Qualität ausreichende Kompensation. Dass sein Gegenspieler nach erfolgtem Remisangebot im 40. Zug seine Bedenkzeit verstreichen ließ und somit den Schiedsrichter zum Anhalten der Uhr einlud, war zwar nicht eingeplant, wurde aber gerne als kleines Geschenk angenommen.

 

Nach etlichen vergeblichen Anläufen klappte es nun erstmalig mit dem Erreichen der Zwischenrunde im NRW-Pokalwettbewerb. Möglicherweise lag dies auch an den Rahmenbedingungen, unter denen wir in einem Essener Seniorenheim an die Bretter gingen. Coronakonform waren bei schönem Wetter die Fenster des Turniersaals weit geöffnet, so dass das regelmäßige Kikeriki eines Hahns in unmittelbarer Nachbarschaft dafür sorgte, dass unser Team stets hellwach war.